Jürgen Lipki, Pensionär, Jurist, vormals Leiter einer offenen Jugendstrafanstalt in Nordrhein-Westfalen
Autor des Buchs „Im Focus der Kritik: Die Katholische Kirche und ihre Glaubenslehre“
11. Auflage 2026, 176 Seiten, als Taschenbuch im Buchhandel erhältlich (10 € / E-Book 5 €)
Meine Leitgedanken
Mein Weltbild ist geprägt von den philosophischen Ideen des Humanismus* und der Aufklärung**.
* eine vielschichtige philosophische Bewegung, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten, sich frei zu einer gebildeten und gesitteten Persönlichkeit zu entfalten, in den Mittelpunkt ihrer Lehren stellt,
** eine breite philosophische Strömung, deren Ziel es war, mit den Mitteln von Verstand und Vernunft die den zivilisatorischen Fortschritt behindernden Strukturen in Staat und Gesellschaft zu überwinden.
Aus diesen Lehren leiten sich viele meiner Vorstellungen von dem, wie eine Welt aussehen sollte, unmittelbar ab, hier einige meiner Leitgedanken:
Ich halte es zwecks Wahrung eines wahrhaftigen Umgangs der Menschen untereinander für geboten, Mythen, Legenden, überkommene Traditionen, Behauptungen aller Art und Bauchgefühle von Menschen bei gegebenem Anlass (wenn Bedenken aufkommen) kritisch zu hinterfragen, und setze dabei auf Logik, Evidenz und vernunftgeleitetes Denken als die best geeigneten Werkzeuge zur Feststellung, ob etwas als wahr angesehen werden kann oder – eher – nicht.Ich bin es daher gewohnt, nicht blindgläubig Autoritäten zu folgen, sondern bilde mir in aller Regel (soweit nicht ein sehr spezieller Sachverstand erforderlich ist) unter Zuhilfenahme der verfügbaren seriösen Informationsquellen (auf der Grundlage von möglichst eindeutigen Fakten) selbst eine eigene Meinung.
Ich lehne weltfremde Glaubensdogmen ab und bin auch nicht bereit, mich auf Gedankenspiele über Dinge einzulassen, die in der realen Welt nicht vorkommen oder rein spekulativ sind. Mir geht es stattdessen um die Lebensbedingungen, unter denen die Menschen im „hier und jetzt“ leben und die sich ein Leben in Frieden und Freiheit wünschen, ein Leben, in dem jeder unter dem Schutz des Staates selbstbestimmt, also frei von ideologischer oder religiöser Bevormundung bzw. Gängelung, seinen eigenen Weg gehen kann.
Ich erhoffe mir, dass die Welt in ihrer zivilisatorischen Entwicklung weitere Fortschritte erzielt und Bedingungen herbeigeführt werden, die es allen Menschen ermöglicht, ein besseres Leben zu führen, und unseren Planeten Erde trotz der vielen Bedrohungen als lebensfreundliche Heimstädte für die Menschen erhält. Der Weg dahin führt – abgesehen von der Sicherung von Frieden und Wohlstand – vor allem über eine bessere Bildung für alle, mehr Weltoffenheit, rationales Denken, weitere im Dienste der Menschheit stehende Fortschritte in Wissenschaft und Technik, Absage an jede Form von Unredlichkeit , Toleranz gegenüber allenfriedfertigen Mitmenschen – mögen sie auch noch so verschiedensein – und einen respektvoll geführten demokratischen Diskurs.
Entsprechend dieser Grundhaltung geht es mir in meinem Buch darum, dem Leser vor Augen zu führen, welch‘ negativen Einfluss die christliche Lehre auf das Denken vieler Millionen Menschen im Verlauf der Geschichte hatte und noch heutzutage hat. Dabei dient mir die von Karl Popper begründete philosophische Lehre des „Kritischen Rationalismus“, die stark vereinfacht besagt, dass wahre Aussagen zwar nicht bewiesen, falsche Aussagen aber „falsifiziert“ – widerlegt – werden können, als wichtige erkenntnistheoretische Stütze meiner Kritik an der KK.
Mein Buch unterscheidet sich in Stil und Inhalt in vielerlei Hinsicht deutlich von anderen religionskritischen Abhandlungen. Mir ist wichtig, möglichst für jedermann hinreichend verständlich zu sein, mich bei meinen Ausführungen kurz zu fassen, dabei überzeugend zu argumentieren und vor allem eine klare Meinung zu vertreten. Da ich unterschiedliche thematische Schwerpunkte setze, sind hier und dort textliche Überschneidungen unvermeidlich.
Ich wünsche mir, dass mein Buch bei möglichst vielen Lesern auf Interesse stösst und breiten Zuspruch findet.
Der Autor 2016
Die durch Beobachtung und Experiment gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse über natürliche Phänomene in der Welt, zu denen die bedeutensten Forscher in den letzten Jahrhunderten gelangt sind, verdienen es, von allen Menschen anerkannt und beachtet zu werden.
Gläubige, die dieser Aussage zustimmen, werden sich ernsthaft fragen müssen, ob nicht einige christliche Kernbotschaften, die mit dem heute als sicher geltenden vertieften Wissen über die Gesetze der Natur unvereinbar sind, als naive Phantasiegeschichten aus der Frühphase der Menschheitsgeschichte anzusehen sind.
Mein Buch
Das Buch, das zu einer kritischen Auseinandersetzung herausfordert >
Die Bibel
Die „Heilige Schrift“ ist eine aus antiken Quellen zusammengestellte Sammlung ausgewählter religiöser Texte, verfasst von einer Vielzahl von (meist historisch nicht identifizieren) Autoren, die häufig nicht Zeitzeugen der von ihnen geschilderten, oft Jahrzehnte und länger zurückliegenden und nur von Mund zu Mund überlieferten (vielfach historisch nicht verifizierbaren) Ereignisse waren.
Die KK gilt heute vielen Menschen als eine von einem antiken Weltbild geprägte Glaubensgemeinschaft, die im Verdacht steht, zulasten von Vernunft und Verstand einen reinen Aberglauben zu verbreiten. Sie stößt damit zunehmend in der Gesellschaft auf Ablehnung und Kritik. Diese richtet sich nicht nur gegen ihre Glaubenslehre und ihre antiken Moralvorstellungen, sie nimmt auch Bezug auf ihre hoch kriminalitätsbelastete Geschichte und ihre autokratischen und patriarchalischen innerkirchlichen Strukturen. Hinzu kommt noch die Kritik am Auftreten der Kirche in besonders Anstoß erregenden Fällen.
Mit diesem Buch sollen allˋ jene Leser angesprochen werden, die aufgeschlossen sind für eine rationale Kritik an der Katholischen Kirche und ihrer Glaubenslehre. Der Autor möchte mit diesem Buch vor allem auch junge Eltern erreichen, die über die religiöse Erziehung ihrer Kinder Entscheidungen zu treffen haben. Bedenken Sie, dass bei Kindern in einem Alter, in dem sie noch nicht über die geistige Reife verfügen, in der religiösen Erziehung eine gewisse Zurückhaltung geboten ist.
In einer Gesellschaft, die sich die Wahrung der Menschenwürde in ihrer Verfassung zum obersten Ziel gesetzt hat, ist das Selbstbestimmungsrecht aller Menschen ein hohes Gut. Das hat nach meinem Rechtsverständnis Auswirkungen auf das Erziehungsrecht der Eltern und zwar insoweit, als sie bei der Erziehung Rücksicht auf das Recht ihrer Kinder nehmen müssen, hoch wichtige Entscheidungen in ihrem Leben zu gegebener Zeit selbst treffen zu können. Dieses Recht ist tangiert, wenn Eltern eine weitreichende, häufig nicht rückgängig zu machende Vorentscheidung über die religiöse Orientierung zulasten ihrer Kinder treffen. Ich denke dabei vor allem daran, Kinder in jungen Jahren nicht einer hoch problematischen religiösen Indoktrinierung durch Geistliche auszusetzen, die, wie ich zeigen werde, negative Folgewirkungen für ihr ganzes spätere Leben haben kann.
Außerdem: Warum sollen Kinder – wie das wohl in der Welt die häufig nicht hinterfragte allgemeine Regel ist – den Glauben der Eltern annehmen, wo es ihnen doch ansonsten freisteht, sich über alle wichtigen Dinge im Leben im Verlauf ihrer Entwicklung eine eigene Meinung zu bilden und ihr Leben später selbstbestimmt zu gestalten. Eltern sollten dies bedenken und dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder in einem Klima von Weltoffenheit aufwachsen und dabei einen kritischen Blick entwickeln auf Alles, was in der Welt an irrationalen, unwahren und unbewiesenen Behauptungen Verbreitung findet.
Dieses Buch ist keine Kampfschrift gegen einen individuell ausgeübten religiösen Glauben. Auch der Autor dieser Schrift fragt sich, ob es jenseits der Erscheinungen in dieser Welt etwas gibt, aus dem alles entstanden ist und das eine Erklärung für das Entstehen der Welt und der Spezies Mensch liefert. Allerdings wird sich dieses Rätsel aus rationaler Sicht nicht lösen lassen. Folglich macht es keinen Sinn, sich zur Lösung metaphysischer Fragen auf wilde Spekulationen zum Ursprung und Sinn dessen was ist einzulassen oder fragwürdigen Offenbarungen bzw. absurden religiösen (und metaphysischen) Phantastereien Glauben zu schenken.
Religionen verkünden aus der Sicht des Autors keine unbestreitbaren „Glaubenswahrheiten“. Ihre Lehren sind zu grossen Teilen anfechtbares weltfremdes Gedankengut. Religiöse Aussagen, die nicht überprüfbar oder mit dem naturwissenschaftlich gesicherten Wissen über die Welt nicht vereinbar sind, können nicht beanspruchen, „wahr“ zu sein.Als wahr können nur Behauptungen angesehen werden, die mit der Wirklichkeit übereinstimmen, also auf nachprüfbaren Fakten beruhen und mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen über die Realitäten in der Welt übereinstimmen.
Es geht dem Autor ferner darum aufzuzeigen, dass die vielen freiheitlichen Errungenschaften, die im Zuge der Entwicklung westlicher Demokratien in den letzten 250 Jahren erzielt worden sind (das Recht auf Achtung der Menschenwürde aller Menschen, die allgemeinen Menschenrechte, das Rechtsstaatprinzip, die Gleichberechtigung der Geschlechter, die Trennung von Staat und Kirche und vieles mehr) in vielen Fällen gegen den erbitterten Widerstand der Katholischen Kirche erkämpft werden mussten.
Da der Autor mit seiner Schrift auch die Absicht verfolgt, für einen unverfälschten realistischen Blick auf die Welt zu werben, sind im Anhang noch zahlreiche Statements zu religiösen Lehren und philosophischen Thesen aufgenommen, die mit seinem Bild von der einzigartigen geistig-seelischen Natur des Menschen nicht vereinbar sind.
Abschließend noch ein paar persönliche Worte an die Leser meines Buchs:
Bei all‘ meiner Kritik an der Katholischen Kirche übersehe ich nicht, dass die christliche Lehre unbestreitbar auch Botschaften enthält, die es verdienen, als universal gültige ethische Aussagen gewürdigt zu werden. In diesem Buch geht es allerdings vorrangig um jene Glaubenssätze, die heute aus kritischer Sicht vernunftgeleiteten Menschen nicht mehr vermittelbar sind.
• Göttliche Offenbarungen und christliche Überlieferungen
• Die Verkündigung, dass Gott die Welt erschaffen hat
2. Die Unvereinbarkeit von Glaubensinhalten und wissenschaftlichen Erkenntnissen
Glaubensinhalte, die nach unserem heutigen Wissensstand nicht wahr sind
Die über die Person Jesus verbreiteten Legenden
Der historische Jesus
Jesus aus christlicher Sicht
Versuche, die christliche Lehre gegen rationale Einwände zu verteidigen
3. Die logischen Widersprüche in der katholischen Lehre, derzufolge Gott allmächtig, allwissend und gütig ist
4. Die Anstößigkeit der Lehre vom ‚Endgericht‘
5. Der Anspruch der KK, in der Nachfolge Christi zu stehen
6. Die Verkündigung, über göttliche Vollmachten zu verfügen
7. Die Illusion von einem Leben nach dem Tod
8. Die psychische Prägung durch religiöse Indoktrinationim Kindesalter
9. Die Ohnmacht von Gebeten
10. Die Katholische Kirche in der Kritik
Die antiquierten Strukturen der KK
Die Kriminalitätsgeschichte der KK
Die Einstellung der Kirche zur Staatsgewalt
Die Ausübung weltfremder religiöser Praktiken
Die Prunksucht der Kirche
Der Umgang der Kirche mit dem Kindesmissbrauch ihrer Geistlichen
11.Was hat die KK den Gläubigen heute noch zu bieten?
Spricht die katholische Glaubenslehre die Menschen heute noch an?
Welche Überzeugungskraft haben christliche Werte in unserer Gesellschaft noch für die Menschen?
Ist die Kirche als einer der bundesweit größten Träger sozialer Einrichtungen unersetzbar?
12. Schlussfolgerungen bzw. Forderungen
Die Rechtsbeziehungen zwischen der BRD und dem Vatikan müssen neu vertraglich ausgehandelt werden
Die KK muss sich von Bibelstellen, die Krieg und Gewalt rechtfertigen, eindeutig distanzieren!
Bildungspolitische Forderungen
13. Schlussbemerkung:
14. Christliche Mythen
Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) im Fuldaer Dom am 24.9. 2024
Anmerkung: Keiner der Bischöfe wurde vom ‚Kirchvolk‘ (von der Gesamtheit der Gläubigen der einzelnen Bistümer) gewählt; auch eine Abwahl – etwa wegen Vertuschung bei der Behandlung von Missbrauchsfällen oder wegen grober Pflichtversäumnisse bei der gebotenen Aufklärung – ist nicht möglich.
Wer auch immer in den zurückliegenden Jahren als Papst oder Bischof in der Verantwortung gestanden hat und es versäumt hat, Missbrauchsvorwürfen gegen Geistliche und Mitarbeiter der kirchlichen Einrichtungen in der gebotenen Weise nachzugehen oder sogar bei Vorliegen von Hinweisen, die weiteren Missbrauch befürchten lassen, einschneidende Maßnahmen zu treffen, sollte sich die Frage stellen, welche persönlichen Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Die geistlichen Würdentrãger sollten dabei bedenken, wie sehr sie dem Ruf und der Glaubwürdigkeit der Institution Katholische Kirche schwersten Schaden zugefügt haben und es daher keinesfalls ausreicht, mit einer hilflosen Geste sein Bedauern zu erklären.
Soweit öffentlich bekannt geworden ist, sind bislang trotz der tausendfach in den deutschen Bistümern ermittelten Fälle, in denen fehlerhaftes Verhalten in der Behandlung von Missbrauchsfällen von unabhängigen Gutachtern festgestellt worden ist, vom „Heiligen Stuhl“ keine konkreten Sanktionen gegen auch nur einen der im Amt befindlichen Bischöfe ergangen. Auch haben nur wenige Bischöfe (2 von 27) überhaupt gravierende eigene Fehler im Umgang mit Mißbrauchsfällen öffentlich eingeräumt.
Anhänge
1. Ethisch anstößige Bibelverse (kleine Auswahl)
2. Ist der ‚Liebe Gott‘, wie ihn die KK lehrt, nur ein Trugbild menschlicher Vorstellungskraft?
3. Schluß mit dem Wunderglauben!
4. Gebete sind keine Zwiegespräche mit Gott
5. Auf der Punkt gebracht – Zusammenfassung meiner zentralen Kritikpunkte
Version 1: Text des Autors (mit zugespitzten Formulierungen)
Version 2: Mit Copilot KI-generierter Text (moderate Fassung)
6. Wie verträgt sich Religionskritik mit dem Gebot religiöser Toleranz?
7. Kann nur der Glaube vor einem Verfall von Sitte und Moral in der Gesellschaft bewahren?
8. Kurze Antworten auf große Fragen an die Philosophie: Was kann ich wissen? Was darf ich glauben? Was soll ich tun?
9. Das Streben nach ‚tieferer‘ Erkenntnis – Die Suche nach dem, was hinter den Erscheinungen in der Welt verborgen ist
10.Das Weltbild der Menschen im Wandel der Zeiten
11.Mein Bild, das ich von der einzigartigen Natur des Menschen habe
Ist der ‚freie Wille‘ nur Fiktion?
Die Vorstellung vom eigenen „Ich“
Ist die Seele des Menschen ‚unsterblich‘?
Wie frei ist der Mensch in der Ausübung seines Gewissens
Worin besteht eigentlich der Sinn des Lebens?
12. Selbsttest: Wie stark ist Ihr christlicher Glaube?
13. Selbsttest: Wie lebensklug – geistig aufgeweckt – sind Sie?
14.Statistische Daten zum religiösen Leben in Deutschland
15.Zitate namhafter Persönlichkeiten
16. Literatur
17. Auswertung des Selbsttests unter 12
18. Auflösung des Selbsttests unter13
19. Leserkritik
20. Nachträge zur Vorauflage
Ist die Bibel Gottes Wort?
Warum Christen an Gott glauben
Welcher Mittel und Methoden sich die KK zur Festigung des christlichen Glaubens bedient
Die Gefahr religiöser Verblendung am Beispiel der Versuchung Abrahams
Die Aufforderung an die Gläubigen, ein gottesfürchtiges Leben zu führen
Wie die KK mit ihrer kriminalitätsbelasteten Vergangenheit umgeht
21. Von Microsofts Copilot KI-generierter Text zu den Kernaussagen meines Buchs
DasStreben nach „tieferer“ Erkenntnis (… nach dem, was hinter den Erscheinungen der Welt verborgen ist)
Versuche, die christliche Lehre gegen rationale Einwände zu verteidigen
Das Weltbild der Menschen im Wandel der Zeiten
Gebete sind keine Zwiegespräche mit Gott
Die psychische Prägung durch religiöse Indoktrination im Kindesalter
Die Kriminalitätsgeschichte der Katholischen Kirche
Worin besteht eigentlich der Sinn des Lebens?
Menschen wird seit jeher von Glaubensgemeinschaften suggeriert, das Leben müsse, da wir alle Geschöpfe Gottes seien, einem höheren Sinn dienen. Sie meinen auch zu wissen, worin der Sinn des Lebens besteht und fordern dazu auf, ein gottgefälliges Leben im Glauben an einen GOTT und unter Beachtung der von seiner Kirche verfassten Lehre zu führen.
Jedem Menschen ist natürlich unbenommen, sein Leben in Demut vor einem heiligen Wesen zu führen und darauf zu vertrauen, auf diese Weise einem höheren Zweck zu dienen, allerdings bleibt ihnen dann vieles versagt, wofür Menschenevolutuonär geschaffen sind und was sie vor allen anderen Lebewesen auszeichnet:
Menschen können – wenn sie selbstbewußt ihrem Verstand folgen – ein selbstbestimmtes und in diesem Rahmen auch sinnerfülltes Leben entspr. ihren Bedürfnissen, Neigungen und Vorlieben (in Verantwortung gegenüber den Mitmenschen) führen, und zwar frei von weltfremden Illusionen, frei von fragwürdigen metaphysischen Spekulationen und frei von dogmatischer Bevormundung.
Wer sich jetzt fragt, wie er seinem irdischen Leben einen Sinn verleihen kann, dem entgegne ich, dass es dafür verständlicherweise kein Patentrezept gibt, das für alle Menschen passt. Jeder muss entsprechend seinen individuellen Anlagen und Fähigkeiten, seinen besonderen Interessen,Vorliebenund Befindlichkeiten und nicht zuletzt seiner sozialen Ausgangsbedingungen seinen eigenen Weg finden.
Seinem Leben einen Sinn geben heißt für mich, sich bereits in jungen Jahren und auch später immer wieder Antworten auf grundlegende Fragen zu geben, insbesondere von der Art: „Wie kann ich mich in dieser Welt verlässlich zurechtfinden und was will ich aus meinemLeben machen?“ Dabei steht es jedem Menschen völlig frei, welche Ausrichtung er seinem Leben geben will. Das schließt selbstverständlich auch eine von religiösen Vorstellungen geprägte Lebensorientierung mit ein.
Im Zentrum der Lebensplanung von Menschen steht sicher zunächst die Frage, was man privat und beruflich im Leben erreichen will, aber mindestens ebenso bedeutsam sind folgende Fragen:
Wie lerne ich die Welt zu verstehen?
Auf welche Weise will ich mir im Leben eine mit den Realitäten übereinstimmende, abgewogene Meinung bilden über das, was an religiösen Bekenntnissen, diversen Weltanschauungen, philosophischen Betrachtungen, naturwissenschaftlichen Theorienund simplen Behauptungen über angebliche Geschehnisse in der Welt (eher) wahr ist oder (eher) nicht?
Nicht jeder Mensch wird im Erlernen dieser Fähigkeit eine Meisterschaft erlangen, allerdings wird das auch nicht nötig sein, es reichen schon Grundkenntnisse aus, um nicht auf Scharlatane, Heilsverkünder und jede Art von Halunken, die nur ihren eigenen Vorteil kennen, hereinzufallen. Die Welt ist voll von derartigen Typen.
Fortgeschrittene werden auch unterscheiden können zwischen dem, was in der Welt Fakt – zuverlässiges Wissen – ist und dem, was an Behauptungen auf ihre Wahrhaftigkeit hin nicht überprüfbar und wenig glaubhaft oder sogar ausgedachter Schmarren ist. Sie werden zudem gelernt haben, was der entscheidende Unterschied zwischen Wissen und Glauben ist: Wissen bezieht sich auf gesicherte Erkenntnisse zu Erscheinungen in der realen Welt, Glauben auf rein fiktive Vorstellungen über eine „jenseitige“ Welt, über die zuverlässige (durch Fakten belegte) Aussagen nicht möglich sind.
– Wie weit bin ich bereit, mir zwecks Befolgung antiker religiöser Ge- und Verbote vorschreiben zu lassen, wie ich mein Leben zu führen habe?
– Welche Rolle will ich generell meinem Verstand bzw. der Vernunft im Leben einräumen? Wie ratsam ist es, in Fragen der Lebensorientierung und der allgemeinen Lebensgestaltung auf einen Glauben oder sein Gefühl zu setzen?
– Welche Wertvorstellungen mache ich mir zu eigen? Orientiere ich mich dabei an den Grundwerten unserer Verfassung oder an dem archaischen Gedankengut von Religionen?
– Was liegt mir im Leben besonders „am Herzen“? Was sind meine Ideale? Für welche Ideen möchte ich mich im Leben besonders einsetzen?
– Wie lerne ich es, mit meinen Begierden und Leidenschaften angemessen umzugehen und mich nicht auf unkalkulierbare, gefährliche Risiken in meinem Leben einzulassen?
– Führe ich ein Leben, das den ethisch- moralischen Anforderungen, die ich an mich stelle, gerecht wird?
– Genieße ich die von mir gewünschte Anerkennung und Wertschätzung meinerMitmenschen?
– Bin ich mir bei allem, was ich im Leben tue, immer bewußt, dass ich allein für mein Leben Verantwortung trage? Bin ich mir auch bewusst, wem ich im Leben vieles und vor allem, wem ich letztlich alles – das Leben selbst – zu verdanken habe und folgt daraus nicht, dass wir alle – komme was wolle und ohne dass es dazu einer religiösen Aufforderung bedarf – den Eltern schulden, sie in Ehren zu halten und ihnen in Not und Leid beizustehen?
– Was soll von mir in Erinnerung bleiben?
Diese und viele andere Fragen werden sich Menschen, die ihr Leben selbstbewusst in eigener Verantwortung gestalten wollen, im Verlauf des Lebens immer wieder stellen und dabei auch selbstkritisch Bilanz ziehen, was man im Leben bereits erreicht hat und woran man noch ‚arbeiten‘ muss. Nur so wird man am Ende des Lebens sagen können, man habe trotz aller Widrigkeiten und mancher Rückschläge ein vielleicht nicht sorgenfreies, aber doch weitgehend sinnerfülltes Leben gemäß seinen inneren Überzeugungen und guten Vorsätzen geführt, oder m.a.W., man habe das Beste aus seinem Leben gemacht!
Ist die Seele des Menschen ‚unsterblich‘?
Der Begriff „Seele“ ist mehrdeutig. Er hat im religiösen Kontext eine andere Bedeutung als im allgemeinen Sprachgebrauch. Im alltäglichen Umgang wird er meist als Synonym für das Wesen eines Menschen mit allˋ seinen geistigen, charakterlichen und emotionalen Eigenschaften verstanden. Danach ist die Seele eines Menschen wie sein Geist und Körper vergänglich.
Hingegen ist mit dem Begriff der„Seele“ nach christlicher Lehre etwas Immaterielles gemeint, das als Inbegriff für das individuelle Wesen eines Menschen dient, real existiert und über den Tod eines Menschen hinaus fortbesteht.
Eine solche Vorstellung von Seele teile ich nicht. Es handelt sich dabei um antikes Gedankengut, das mit unserem heutigen Wissen um die physikalischen Gesetze in der Natur nicht vereinbar ist.
Wir wissen heute, dass Geist und Körper des Menschen untrennbar miteinander verbunden sind, geistige Tätigkeit eines Menschen also nicht ohne ein funktionsfähiges Gehirn möglich ist. Da die Wesenszüge eines Menschen vor allem geistige Merkmale sind und sich nur in einem lebenden Organismus entwickeln können, kann man von der Existenz einer Seele als „Inbegriff für das individuelle Wesen eines Menschen“ auch nur sinnvoll sprechen, solange diese einen „Besitzer“ (ihren Sitz im Körper eines Menschen) hat, dem bestimmte Wesenseigenschaften zu eigen sind; m.a.W., ein funktionsfähiges Gehirn in einem lebenden menschlichen Organismus ist notwendige Voraussetzung für ein mögliches Seelenleben. Mit dem Tod endet unwiderruflich das, was Christen als Seele bezeichnen.
Die Annahme, dass Menschen über eine „unsterbliche Seele“ verfügen, widerspricht folglich jeglicher Vernunft, sie ist ein Hirngespinst, eine im wahrsten Sinne des Wortes „fixe Idee“.
DasStreben nach „tieferer“ Erkenntnis (… nach dem, was hinter den Erscheinungen der Welt verborgen ist)
Seit der Antike sind Philosophen und religiöse Vordenker auf der Suche nach tieferer Erkenntnis über die Welt und das Leben. Die Einen haben zu diesem Zweck hauptsächlich ihren Verstand und ihre intuitive Vorstellungskraft bemüht, die Anderen ihren Hang zur Gottgläubigkeit, indem sie fest behaupten, die Wahrheit und damit der tiefere Sinn menschlichen Seins sei in den Ihnen zuteil gewordenen göttlichen Offenbarungen zu finden.
Allen Denkern, die derartige Betrachtungen anstellen, ist die Überzeugung gemeinsam, es sei den Menschen möglich, die hinter den Erscheinungen in der Welt liegenden Rätsel auf spirituelle Weise zu lösenund intuitiv zu erkennen,„was die Welt im Innersten zusammenhält“.
Im Bereich der Metaphysik (der Lehre vom Ursprung und Sinn des Seins, damit gemeint ist die mentale Beschäftigung mit Fragen nach dem, was hinter der Wirklichkeit als wahrer Grund allen Seins verborgen ist) bieten sich Philosophen geistige ‚Spielwiesen‘, in denen sie ihrer Phantasie, ihrem inneren Gefühl, ihrem grenzenlosen Streben nach einer Wahrheit jenseits der erfahrbaren Welt freien Lauf lassen können, ohne an die strengen Regeln von Vernunft / Verstand, der Stringenz logischer Schlüsse, der Evidenz behaupteterFaktenund den Zwang zur Begründung für Behauptungen gebunden zu sein. Das Ergebnis sind hoch spekulative Abhandlungen zu Fragen, auf die es keine auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfbaren Antworten gibt, und die daher nur zu Verwirrung, Meinungsstreitigkeiten und Fehden unter den Menschen führen.
Ohne auf die vielen unterschiedlichen Denkrichtungen im einzelnen eingehen zu müssen, wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln können, dass es zwar unzählige Versuche gibt, die Welt und die Bestimmung der Menschen in dieser Welt mit religiösen und philosophischen Betrachtungen zu erklären, alle aber unter demselben Mangel leiden, nämlich, nur für ihre Anhänger glaubwürdig zu sein, von allen anderen Konkurrenten im Wettbewerb der Meinungen aber abgelehnt zu werden. Das istauch nicht weiter verwunderlich, weil diesenLehren gemeinsam ist, dass Teile ihrer Grundaussagen nicht durch Fakten belegt sind und damit rein fiktivenCharakter tragen.
Demgegenüber ist folgendes festzustellen:
Die einzig sichere Methode, um zuverlässige Erkenntnisse über die Welt und das Dasein der Menschen in dieser Welt zu gewinnen, bieten die Naturwissenschaften. Zwar hat die Geschichte der Naturwissenschaften gezeigt, dass trotz der erzielten höchst beindruckenden Erfolge die dort gewonnenen Erkenntnisse nicht immer Bestand haben. Das hat zu der Einsicht geführt, dass empirisch gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse zwar häufig gut begründet,niemals aber als absolut gültige Aussagen bewiesen werden können und auf ewig Bestand haben (bekanntes Beispiel: die Ablösung des von Isaac Newton begründeten kosmologischen Weltbildes durch die Relativitätstheorie Albert Einsteins).
Dieser Einsicht trägt die von dem amerikanischen Philosophen Karl Popper in der Mitte des 20. Jahrhunderts begründete Lehre des Kritischen Rationalismus* Rechnung.
[Zur Bedeutung dieser Lehre im Bereich der Erkenntnistheorie gibt ChatGPT nähere Auskunft.]
Danach verdienen wissenschaftlich erhobene Befunde das Vertrauen in ihre allgemeine Gültigkeit, wennes sich einerseits um prinzipiell widerlegbare und andererseits um gut empirisch bzw. experimentell belegte verallgemeinernde Aussagen zu den Erscheinungen in der realen Welthandelt, solange diese nicht durch neuere wissenschaftliche Befunde widerlegt (falsifiziert) bzw. ernsthaft (rational nachvollziehbar) in Frage gestellt werden.
[Diese Formulierung hebt sich zwar von der üblichen Charakterisierung der Lehre vom Kritischen Rationalismus als einer Methode zur Falsifikation von – naturwissenschaftlich überprüfbaren – Theorien (zur Natur der Erscheinungen in der Welt und zu den kosmologischen Phänomenen) ab, gibt aber am besten die lebenspraktische Bedeutung dieser Lehre wieder.]
Verallgemeinernde Aussagen überErscheinungen in der Natur, die mit den Methoden der Naturwissenschaften gewonnen werden, sind– unter den vorgenannten Einschränkungen – allgemein gültige, von jedermann anzuerkennendeErkenntnisse (Wahrheiten), die für rational denkende Menschen das Fundament ihrer Orientierung in der Welt sind.
Die konsequente Anwendung der Lehre des Kritischen Rationalismus hat logisch zwingendzur Folge, dass zuverlässige Aussagen zu Dingen, die empirisch bzw. experimentell nicht mit Fakten abgesichert werden können (also Aussagen zu Dingen jenseits der Erscheinungsformen in dieser Welt, das betrifft vor allem viele zentrale Glaubensinhalte von Religionen), nicht möglich sind.
Folgt man dieser Lehre, dannhat das für religiöse Lehren und für metaphysische Abhandlungen äußerst folgenreiche Konsequenzen: Da ihre Narrativenicht auf überprüfbaren Fakten beruhen, haben diese weder das Vertrauen der Menschen in ihre Wahrhaftigkeit noch eine besondere Wertschätzung ihrer auf zweifelhaften Annahmen beruhenden Aussagen bzw. religiösen Lehrinhalte verdient.
Davon betroffen sind nicht nur religiöse, auf nicht glaubhaften Quellen beruhende Phantastereien, sondern auch philosophische Gedankenspiele hoch angesehener Denker, die sich bei ihren Betrachtungen zu metaphysischen Themen offenbar nicht bewusst waren, dass es sich bei ihren Abhandlungen teilweise weder um evidente noch hinreichend plausible Theorien, sondern um absolut beliebige (frei erfundene), außerhalb unserer Erfahrung liegende (also durch Nichts begründete bzw. glaubhaft gemachte) bloße Behauptungen bzw. Spekulationen handelt (mit gleichem ‚Recht‘ könnte man jeder beliebigen anderweitigen spinnerten Idee das Wort reden!).
Es gibt noch einen weiteren rationalen, logisch zwingenden Grund, warum von metaphysischen Lehren kein Erkenntnisgewinn zu erwarten ist:
Die in der Philosophie über mehr als zwei Jahrtausende währende Tradition, nach Wegen zu suchen, die Geheimnisse der Welt jenseits der uns experimentell zugänglichen vertiefenden Einsichten in die realen Gegebenheiten der Welt zu entschlüsseln und den wahren GrundallenSeinszu erkennen, kann nur als ein völlig aussichtsloses Unterfangen angesehen werden, da die Menschen erdgebundene, keine göttlichen Wesen sind und Ihnen nur der Blick auf die Natur als ein mit dieser Natur verhaftetes Wesen möglich ist.
Um letzte Erkenntnisse über den Ursprung der Welt und die Bestimmung der Menschen darin zu gewinnen, reicht dieser Blickwinkel definitiv nicht aus. Wir werden nie erfahren, was den ‚Urknall‘ ausgelöst hat und ob der Entstehung des Kosmos und dem Leben auf dem Planeten Erde irgendein Plan zugrunde liegt, der dem Ganzen einen Sinn verleiht! Ich halte es daher für einen groben Denkfehler, wenn Philosophen meinen, dass sie mit der Kraft ihres Verstandes über Dinge, die außerhalbunseres mit wissenschaftlichen Methoden erschließbaren ‚Gesichtsfeldes‘ liegen, allgemeingültige – wahre – Aussagen treffen könnten.
Im Streben nach Allwissenheit sind den Menschen unüberwindbare Grenzen gesetzt. Wir sind nicht das von einem numinosen (heiligen) Wesen erschaffene Geschöpf, das mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet ist, sondern ein aus einfachstenLebensformen hervorgegangenes, bestmöglich an die Umwelt angepasstes Lebewesen. Es besteht nach den Erkenntnissen, die wir der Evolutionstheorie verdanken, kein Grund anzunehmen, dass wir im Verlauf der Evolution die Fähigkeit erworben haben könnten, einen Blick über die erforschbare reale Welt hinaus tun zu können und zutreffende Aussagen über Dinge jenseits dieser Wirklichkeit machen zu können.
JeneLeute, die dieser Aussage nicht zustimmen können, sollten den Menschen erklären, woher Denker die Fähigkeit zu außergewöhnlichen metaphysischen Einsichten haben sollten, für die es keine faktischen Belege gibt.
Karl Popper, Philosoph, Begründer des Kritischen Rationalismus
Versuche, die christliche Lehre gegen rationale Einwände zu verteidigen
Theologen wenden vielfach gegenüber einer am Wortlaut der Bibel ansetzenden rationalen Kritik ein, die übermittelten, von Gott inspirierten Botschaften seien häufig nicht wörtlich gemeint, es handele sich vielmehr um Metaphern (Sinnbilder), deren versteckte Bedeutung durch Auslegung zu ergründen sei.
Auf diese Weise sind sie bemüht, die aufgezeigten Irrtümer, Widersprüchlichkeiten und Absurditäten zu entkräften, indem sie den biblischen Texten einen Sinn beilegen, der ihren Absichten dienlich ist. Vielfach entsteht beim Leser dieser Werke der Eindruck, dass der Auslegung keine Grenzen gesetzt sind und der wörtliche Sinngehalt von Bibelstellen in ihr genaues Gegenteil verkehrt wird.
Dazu ist im einzelnen folgendes zu bemerken:
Zunächst: Warum sollte Gott (auf der Grundlage christlicher Glaubenslehre) Botschaften an die Menschen senden, die anders gemeint sind als sie nach dem Wortlaut allgemein verstanden werden? Es dürfte auch kaum ernsthaft zu bestreiten sein, dass die Evangelisten die überlieferten Glaubensinhalte – zumindest in den Kernbotschaften – so weitergeben wollten, wie diese von den Gläubigen innerhalb der damaligen Glaubensgemeinden allgemein verstanden wurden.
Es ist daher wenig glaubhaft anzunehmen, es handele sich bei all‘ den wunderbaren Geschehnissen, über die sie berichten, um den Evangelisten selbst nicht bewusste (oder von ihnen absichtlich) verschlüsselte göttliche Botschaften. Wer wäre nach dieser Sichtweise denn überhaupt berufen, die hinter dem Wortlaut versteckte göttliche Wahrheit zu erkennen und zu verkünden?
Es hat zwar an Theologen, die sich zur Einfühlung in göttliches Wollen für befähigt gehalten haben, zu keinen Zeiten gefehlt, sie sind allerdings – das wird Niemanden verwundern – im Rahmen ihrer exegetischen (Exegese: Auslegung von Texten) Bemühungen zu höchst unterschiedlichen Interpretationen biblischer Texte gekommen. Man schafft auf diese Weise keine Klarheit über Glaubensinhalte, sondern nur zusätzliche Verwirrung. Die Frage, woran man eigentlich glauben soll, wird für die Gläubigen auf diese Weise nicht befriedigend beantwortet.
Fazit: Die Methode, sich einerseits mittels hermeneutischer (interpretativer) Kunstgriffe von problematischen Bibeltexten abzusetzen, um damit andererseits zentrale Glaubensinhalte nicht aufgeben zu müssen, löst nicht das Problem mit der rationalen Kritik an der Glaubenslehre, ohne neue Fragen an die Glaubwürdigkeit speziell dieser Lehrauffassungen aufzuwerfen.
Das Weltbild der Menschen im Wandel der Zeiten
1. Frühzeit
In der frühen Menschheitsgeschichte haben die Menschen intuitiv nach einer Erklärung für die Naturgewalten gesucht und in ihrer Einfalt vielfach an unsichtbare Geister, an Fabelwesen und an magische Kräfte geglaubt.Solche Vorstellungen werden heute nur noch von wenigen Menschen geteilt.
2. Antike – Die Entstehung des Glaubens an einen allmächtigen Gott
Im weiteren Verlauf der Geschichte entwickelte sich in großenTeilen der „Alten Welt“ zunächst der naive Glaube an Götter, die das Naturgeschehen lenken. Es entstanden daraus zunehmend komplexere Formen von Kulten, die dann im Verlauf vieler Jahrhunderte in großen Teilen der Welt vom Judentum, Christentum und Islam verdrängt wurden.
Diese Religionen üben bis heute weltweit einen großen Einfluss auf das Denken der Menschen aus. Sie weisen trotz aller Unterschiede einige Gemeinsamkeiten auf: die Anhänger verehrenund beten einen allmächtigen Gott an, der die Welt erschaffen hat, und glauben fest daran, dass sich Gott den Menschen in ihren heiligen Büchern offenbart hat, er an ihrem Leben Anteil nimmt und sie im Glauben an seine Allmacht und Güte auf ein ewigesLeben hoffen dürfen.
3. Antike – Versuche, die Welt auf philosophische Weise zu ergründen
In der Antike traten in Griechenland und anderen Regionen der Welt Denker auf, die mit Hilfe von metaphysischen (transzendenten / über die Wirklichkeit hinausgehenden) BetrachtungendieWelt zu ergründen suchten. Es bildeten sich zahlreiche Denkschulen, die – wie bei den Religionen – nur eines gemeinsam haben, dass ihre Lehren von den Anhängern anderer Denkrichtungen strikt abgelehnt werden.
Die Tradition, metaphysische Betrachtungen in der Philosophie anzustellen, besteht in modifizierter Weise bis heute fort, ohne dass sich daraus ein für jedermann sichtbarer bzw. nachvollziehbarer Erkenntnisgewinn zudem, was sich hinter den Erscheinungen der Welt verbirgt und dem Leben Sinn verleiht, ergeben hat.
4. Neuzeit – Moderne
In weltoffenen Gesellschaften ist zu beobachten, dass sich in den letzten 200 Jahren zunehmendeine (kritisch-) rationale Sichtweise auf die Welt herausgebildet hat.Begünstigt wurde diese Entwicklung durch mehrere Faktoren :
– den tiefgreifenden Prozess der Säkularisierung(Verweltlichungund Befreiung von religiöserBevormundungin allen Lebensbereichen),
– die Verbreitung der Ideen der Aufklärung (18. Jahrhundert, Leitspruch frei nach Immanuel Kant: BefreieDichvon deiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, indem du deinen eigenenVerstand gebrauchst!),und nicht zuletzt
– die außerordentlichen Fortschritte in Wissenschaft und Technik.
Die Menschen erkennen nunmehr überwiegend an, dass es in der Natur Gesetzmäßigkeiten gibt, die das Naturgeschehen als natürliche Abfolge von Ereignissen erscheinen lassen und sich, wenn man über alle dafür notwendigen Informationen verfügt, sämtliche Erscheinungen und Vorgänge in der Natur aus den in ihr selbst angelegten Strukturen und Gesetzmäßigkeiten erklären lassen. Der Glaube an übernatürliche Phänomene (Gott greift in wundersamer Weise in das weltliche Geschehen ein) wird damit als naiv und haltlos zurückgewiesen.
Folgt man dieser Ansicht, dann ist das mit denMethoden der Naturwissenschaften erlangte (und in Zukunft durch Forschung noch erweiterbare) vertiefteWissen über die Erscheinungsformen und Ursache-Wirkung-Zusammenhänge in dieserWelt (unter bestimmten Voraussetzungen) alszuverlässige Grundlage aller Erkenntnis anzuerkennen und allen davon abweichenden religiösen odermetaphysischenAussagen vorzuziehen.
Mit dieser Denkweise eng verbunden ist die Überzeugung, dass den Menschen in ihrem Strebennach Allwissenheit Grenzen gesetzt sind, weil ein Blick hinter die Welt der Erscheinungen definitiv nicht möglich ist: wir werden niemals ergründen können, was vor der Entstehung des Weltalls war, was dieses Ereignis ausgelöst hat und ob dieses Geschehen einem „höheren“ Zweck dient.
Anhänger dieser Denkrichtung lehnen daher alle religiösen und metaphysischen (transzendenten) Lehren bzw. Theorien, die vorgeben, tiefere Einsichten über Dinge jenseits der Welt der Erscheinungen zu haben, als beliebige (spekulative) Gedankenspielerei (als mentalen Hokuspokus) strikt ab.
5. Was folgt letztendlich aus alledem?
Wenn es im Leben darum geht, nach welchen Leitvorstellungen die Menschen ihr Leben gestalten wollen und unter welchen Voraussetzungen sie bereit sind, überkommende Weltanschauungen (wissenschaftliche Theorien, philosophische Lehren, politische Ideologien) zu übernehmen, stellen sich neben ethisch – moralischen Fragen an die Theorie auch solche, die von der Vernunft her zu beantworten sind. Folgt man der hier vertretenen kritisch-rationalen Sicht lassen sich diese Fragen wie folgt formulieren:
– Ist die Theorie so gefasst, dass sie zwecks Sicherung einer möglichst universalen Anerkennung Erkenntnisse über Erscheinungen in der Welt vermittelt, die auf überprüfbaren Fakten beruhen?
– Hält die Theorie einer kritischen Prüfung im Hinblick darauf stand, dass die von ihr behaupteten vertieften Erkenntnisse über Erscheinungen in dieser Welt mit den Realitätenübereinstimmen?
– Wenn noch keine zuverlässigen Fakten vorliegenbzw. noch kein geignetes Prüfverfahren verfügbar ist, können für die Akzeptanz einer Theoriefolg. Faktorenrelevant sein:
– die Evidenz ihrer Übereinstimmung mit den bisherigen(vorläufigen) Erkenntnissen oder
– eine nach strenger Prüfung nicht widerlegte Plausibilität der Theorie
oder
– das Maß der Wahrscheinlichkeit, dass die von der Theorie behaupteten Fakten zutreffen. Diese Methode setzt voraus, dass sich die Wahrscheinlichkeitenin zuverlässiger Weise abschätzenlassen.
In Zweifelsfällen gilt der allgemeine Grundsatz, dass von mehreren zur Wahl stehenden Theorien zur Erklärung einer bestimmten Erscheinung in der Welt (das können auch Naturkräfte oder Ursache-Wirkung-Zusammenhänge in der Natur sein) vermutlich diejenige wahr ist, dieohne zusätzliche Annahmen auskommt (in der Philosophie bekannt als „Ockhams Rasiermesser“).
Gebete sind keine Zwiegespräche mit Gott
Die KK lehrt, der christliche Glaube könne den Menschen, wenn sie sich in Gebeten an Gott wenden, Trost spenden und ihnen Hoffnung geben, z.B., um mit persönlichem Leid, Trauer, Schicksalsschlägen und der Angst vor dem Tod umgehen zu können. Den Gläubigen wird suggeriert, dass in Gebeten eine persönliche Kommunikation mit Gott stattfindet und dieser am Schicksal der Menschen Anteil nimmt. Wahre Gläubige glauben fest daran, dass Gott sich im Gebet ihrer Not annimmt und sie in ihrem Leid nicht im Stich lässt. Sie fühlen sich Gott nahe und meinen, seine Gegenwart zu spüren wie in einem real stattfindenden Zwiegespräch.
Solche Vorstellungen sind aus rationaler Sicht völlig abgehoben und mit dem, was im Gehirn beim GEBET tatsächlich abläuft, nicht vereinbar. Es gibt dafür eine schlichte natürliche Erklärung: Die Stimme Gottes, die Gläubige im Innern zu hören meinen, ist nichts weiter als die eigene innere Stimme, eine in der Vorstellung vorhandenen innere Instanz, die in der Not angerufen werden kann und den Menschen mal als „Kummerkasten“, mal als Tröster in Not, mal als „Muntermacher“, nicht zuletzt auch als Mutmacher dient, den Kampf gegen Not und Leid aufzunehmen.
Es handelt sich dabei um eine in allen Menschen angelegte, in der Medizin und in der Psychotherapieallgemein anerkannte Fähigkeit zur positiven Selbststimulierung, die Menschen in vielen Lebenslagen hilft, Hoffnung zu schöpfen, neuen Lebensmut zu fassen, neue Kräfte zu mobilisieren, Krisen zu überwinden und positiv in die Zukunft zu schauen.
Diese Kraft vermag nicht selten Erstaunliches zu bewirken. Dazu bedarf es keines Glaubens an ein imaginäres Wesen, von dem behauptet wird, dass es Menschen in Not beisteht. Wunder sind allerdings von dieser inneren Kraft genau so wenig zu erwarten wie von Gebeten. Auf göttlichen Beistand und damit auf ein Wunder zu hoffen, ist naiver Selbstbetrug.
Die KK kann sich trotz der heute wissenschaftlich unbestritten existierenden Selbstheilungskräfte, über die jeder Mensch verfügt, nicht von ihren antiken Vorstellungen freimachen, und hält die Mär aufrecht, Gott werde sie in seiner „unermeßlichen Güte“ in Gebeten erhören und werde ihnen in ihrer Not beistehen. Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben? Das Leben behandelt alle Menschen in Leid und Not gleich.
Folgt man der hier vertretenen Ansicht, dann hängt es maßgeblich von der Grundeinstellung jedes Menschen ab, wie er mit Kummer und Leid im Leben und dem Wissen um den Tod umzugehen weiß. Wer danach nicht oder nur unzureichend über die Fähigkeit verfügt, Missgeschicke und die Vorstellung von der Endlichkeit allen Lebens zu ertragen, der kann zwar bei starkem Glauben im Gebet Trost finden, allerdings nur, indem er die Augen vor den Realitäten des Lebens verschließt und sich in ein irrationales Wunschdenken flüchtet. Das ist nicht ungefährlich, da Gläubige sich damit der Gefahr aussetzen, auf grossmäulige selbsternannte Heilsverkünder aller Art hereinzufallen, deren Geschäft es ist, die Naivität und grenzenlose Leichtgläubigkeit ihrer Mitmenschen zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Fazit: Menschen müssen frühzeitig lernen, das Leben so zu nehmen wie es ist. Der Glaube an ein höheres Wesen, an Wunder, an die heilsame Wirkung von Gebeten und auf ein ewiges Leben vermag an den Realitäten des Lebens nichts zu ändern.
[Wer im Leid Hilfe sucht, der ist sicher gut beraten, sich so zu verhalten, wie das wohl jeder vernünftige Mensch in dieser Situation tut: zunächst – soweit immer möglich – sich selbst Mut machen und nicht die Hoffnung verlieren, ferner sich denjenigen anvertrauen, die ihnen nahe stehen, mit ihnen mitfühlen und Ihnen beistehen, und nicht zuletzt – soweit angezeigt – die Hilfe professioneller Dienste, denen man uneingeschränkt vertrauen kann, in Anspruch nehmen.]
Die psychische Prägung* durch religiöse Indoktrination** im Kindesalter
* „Unter Prägung versteht man in der Verhaltensbiologie – im Tierreich – einen prägenden Lernprozess in einer frühen, sensiblen Phase des Lebens… Auch beim Menschen gibt es Prägung, allerdings ist sie weniger starr als bei Tieren…Der entscheidende Unterschied zum Tier: Beim Menschen ist Prägung weniger irreversibel und es gibt mehr Spielraum für spätere Veränderungen (z.B. durch Therapie, neue Erfahrungen). Dennoch zeigt die Forschung, dass frühe Prägungen tiefe, lange nachwirkende Spuren hinterlassen.“ Zitat zum Suchbegriff „Prägung“, DeepSeek
** „Indoktrination bedeutet, jemandem systematisch und oft zwanghaft eine bestimmte Ideologie, Weltanschauung oder Meinung aufzuzwingen. Ziel ist es, kritisches Denken zu unterdrücken und die Person zu überzeugen, ohne dass sie alternative Sichtweisen prüfen kann.“ Zitat zum Suchbegriff“Indoktrination“, DeepSeek
Die kirchliche Tradition, Kinder bereits mit der Taufe in die Kirche aufzunehmen, sie früh an die Katholische Kirche zu binden, indem ihre Geistlichen im Rahmen kirchlicher Veranstaltungen zur Unterweisung in den christlichen Glauben auf die religiöse Erziehung der noch lebensunerfahrenen Kinder in suggestiver Weise – mittels Indoktrination – massiv Einfluß nehmen, ist hoch bedenklich.
Geistliche propagieren reine Phantasieprodukte als reale Dinge des Lebens wie zum Beispiel ‚ewiges Heil‘, Gnade Gottes, Auferstehung, Himmelfahrt, die Vergebung von Sünden etc. als Teil göttlicher Offenbarungen, alles Dinge, die nur in der Vorstellung von Gläubigen existieren. Sie fühlen sich berufen, diese religiösen Phantasiegebilde für heilig – unantastbar – zu erklären und Menschen, vor allem auch ahnungslose Kinder, zu diesen Glauben zu bekehren. Sie tun das mit einer nach außen getragenen Selbstüberzeugung, die keine Zweifel und schon gar keinen Widerspruch zulässt. Es handelt sich dabei um eine zwar sehr raffinierte und wirksame, aber vor allem manipulative Methode, nämlich der frühkindlichen >Indoktrination<.
Die Indoktrination von Kindern (die noch nicht über die erforderliche geistige Reife verfügen) dient der KK dazu, um ihre Lehre von Generation zu Generation weiterzugeben. Diese Methode ist, wenn sie mit einer christlichen Erziehung durch die Eltern einhergeht, hoch wirksam. Für Kinder sind auch Geistliche Autoritäten, denen sie uneingeschränkt vertrauen.
Die religiöse Unterweisung in den christlichen Glauben, die keine Zweifel an den Glaubensinhalten zulässt, bewirkt, dass sich das Bekenntnis zum christlichen Glauben tief in das Bewusstsein einprägt und im noch in der Entwickung befindlichen Gehirn von Kindern Mechanismen auslöst, die dazu führen, dass später aufkommende Zweifel an Glaubensaussagen quasi reflexartig (entsprechend einem im Gehirn vorprogrammierten Handlungsmuster) abgeblockt werden.
Auf diese Weise gelingt es Glaubensgemeinschaften, Kinder in ihren Bann zu ziehen, aus dem diese sich häufig – je nach Dauer und Intensität der religiösen Unterweisung – ihr Leben lang nicht befreien können. Das Bedenkliche daran ist, dass Kinder, die noch am Anfang eines Reifeprozesses stehen, mit Zustimmung ihrer Eltern einer Manipulation ihrer Kinderseelen ausgesetzt sind, die es ihnen erschwert oder sogar verwehrt, sich zunächst vorurteilsfrei ein Bild von der Welt zu machen und erst dann – mit Erreichen der Religionsmündigkeit – darüber zu entscheiden, welchen Weg sie im Leben gehen wollen.
Besonders unheilvoll ist in diesem Zusammenhang auch die Lehre von der ‚Erbsünde‘, der zufolge jeder Mensch mit einer Erbsünde belastet auf die Welt kommt (die sich aus dem ‚Sündenfall‘ von Adam und Eva herleitet) und zu seinem „Heil“ auf die Gnade Gottes angewiesen ist.
Ich erspare es mir, diese zum Glaubensdogma erhobene Lehre hier näher darzustellen, da die Erzählung vom Sündenfall im Paradies antikem Gedankengut entspricht und von vielen Menschen heute (im Licht der Evolutionstheorie) als höchst obskur angesehen wird. Für sie ist die Vorstellung, dass Gott Adam und Eva als erste Menschen erschaffen hat und diese in einem ‚Paradies“ gelebt haben, aus dem sie von Gott vertrieben worden sind, weil sie gesündigt haben, und diese Schuld sich auf alle nachfolgenden Generationen vererbt, völlig absurd.
Für naiv Gläubige hingegen sind das keine Hirngespinste. Sie mögen als Erwachsene glauben, was sie wollen. Allerdings dürfen Kinder, die in Glaubensangelegenheiten noch nicht die Reife haben, sich über – fragwürdige bzw. abwegige – Glaubensinhalte von Religionen eine abgewogene Meinung zu bilden, nicht einer kirchlichen Indoktrination ausgesetzt werden, die in ihrem Seelenleben schweren Schaden anrichten kann.
Der Psychologe Franz Buggle berichtet in seinem Buch ‚Denn sie wissen nicht, was sie glauben oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann‘ über wissenschaftliche Erkenntnisse, nach denen die Lehre von der Erbsünde bei Kindern tiefe Ängste und Schuldgefühle hervorrufen kann, wenn ihnen im Rahmen der Beichte ihre Sünden von Geistlichen vorgehalten werden (dazu gehören z.B. alle Verstöße gegen die katholische Sexualmoral, auch das Verschweigen von sündhaftem Verhalten etc.) und ihnen gesagt wird, dass ein sündiges Leben ewige Höllenqualen zur Folge haben kann.
Fazit: Junge Menschen können nicht nur als Folge religiöser Indoktrination in ihrer geistigen Entwicklung Schaden nehmen, sie werden auf die beschriebene hoch bedenkliche Weise (durch eine sowohl manipulative als auch weitgehend unwiderrufliche Einflußnahne auf ihre geistige Entwicklung) auch um das ihnen nach unserer Verfassung nach Artikel 1 GG (Wahrung der Menschenwürde) i.V.m. Art.4 Abs.1 GG (Freiheit des Glaubens) zustehende Recht gebracht, über eine höchst persönliche Entscheidung in ihrem Leben nach Erreichen der Religionsmündigkeit (mit 16 Jahren) unvorbelastet selbst entscheiden zu können. Das sollte von verantwortungsbewussten Eltern bedacht werden!
Die Kriminalitätsgeschichte der Katholischen Kirche
Die Katholische Kirche hat in ihrer langen Geschichte viel Unheil über die Welt gebracht. Sie war ständig bestrebt, ihre Macht – wenn nötig unter Anwendung von brutaler Gewalt – zu festigen und auszuweiten und sie ist dabei weder vor der Unterdrückung und Vernichtung ganzer Volksgruppen noch vor Mord an völlig unschuldigen Menschen zurückgeschreckt.
Im Namen der Kirche und ihr direkt zurechenbar sind viele grauenhafte Dinge passiert, insbesondere:
– durch blindwütigen Hass auf Juden ausgelöste Pogrome, – die mörderische Verfolgung von Ketzern, Hexen, Ungläubigen (Inquisition), – die extrem grausame Durchführung von Kreuzzügen, – die zwangsweise Missionierung und grausame Unterdrückung ganzer Völker.
An etlichen dieser Gräueltaten maßgeblich beteiligt waren ‚Brüder‘ christlicher Ordensgemeinschaften, die – in ihrem exzessiven Wahn – glaubten, damit einem gottgefälligen Zweck zu dienen.
Einen an Unmenschlichkeit wohl nicht zu überbietenden Höhepunkt religiösen Irrsinns stellt die Rechtfertigung der Hexenverfolgung unter Anwendung von grausamen Folter- undHinrichtungsmethoden im sog. Hexenhammer dar (Erstveröffentlichung 1486 durch den Dominikaner Heinrich Kramer).
Die darin enthaltenen Verfahrensregeln sind im Mittelalter über mehr als 150 Jahre im Rahmen von Hexenprozessen zigtausendfach angewandt worden und haben in den meisten Fällen zur Verurteilung und zum qualvollen Tod unschuldiger Opfer geführt (Nachweise bei Karlheinz Deschner).
Zu erwarten wäre, dass sich die KK in tiefer Scham und Demut rückhaltlos zu dem begangenen Unrecht bekennt und alles dafür tut, um diesen Teil ihrer Vergangenheit aufzuklären, dafür die Verantwortung zu übernehmen und den Opfern ein bleibendes Gedenken zu widmen.
Was aber macht die KK? Statt sich zu ihrer Verantwortung offen zu bekennen, unternimmt sie alles, um das von ihr zugefügte Unrecht zu verharmlosen und möglichst durch ‚Totschweigen‘ in Vergessenheit geraten zu lassen
Nachweise bei Karlheinz Deschner in ‚Abermals krähte der Hahn‘
„Heilige“ Bücher enthalten Botschaften, die in heutiger Zeit rational nicht mehr vermittelbar sind. Sie sollten nicht unkritisch gelesen werden.
„Gerade die paradoxesten Glaubenssätze, welche jeder Erfahrung und vernünftiger Überlegung spotten, sind die willkommensten; denn sie scheinen die Gewähr zu bieten, daß hier nicht nur Menschliches und daher Unzuverlässiges dargereicht wird, sondern göttliche Weisheit.“
Adolf v. Harnack, dt. Theologe
„Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren.“
„Das ethische Verhalten eines Menschen sollte sich auf Sympathie, Bildung und soziale Bindungen stützen; eine religiöse Grundlage ist nicht erforderlich.“
Albert Einstein, deutsch-amerik. Physiker
„Die Sklaverei ist ein Gottesgeschenk.“ (wie bitte?)
Ambrosius, Kirchenvater und kath. „Heiliger“
„Unsere abendländische Kultur, auf Altertum und Renaissance beruhend, ist im härtesten Kampf gegen die ausgesprochen kulturhemmenden Kräfte des Christentums entstanden.“
Arno Schmidt, dt. Schriftsteller
„Es gibt keine Absurdität, die so handgreiflich wäre, dass man sie nicht allen Menschen in den Kopf setzen könnte, wenn man nur schon vor ihrem sechsten Jahr anfinge, sie ihnen einzuprägen, indem man unablässig und mit feierlichem Ernst sie ihnen vorsagte.“
„Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahre keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein.“
Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph
„Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit.“
Baruch Spinoza, niederländischer Philosoph
„Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbild geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnunng, dass die Frauen den Männern dienen.“ (wie bitte?)
Augustinus, Kirchenlehrer und kath. Heiliger
„Der Weg, mit dem Glauben zu sehen, besteht darin, das Auge des Verstandes zu schließen.“
Benjamin Franklin, ehem. amerik. Präsident
„Religion ist etwas, das aus den Kinderschuhen unserer Intelligenz übrig geblieben ist. Es wird verblassen, wenn wir Vernunft und Wissenschaft als unsere Richtlinien annehmen.“
„Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.“
„Je intensiver die Religion einer Epoche und je tiefer der dogmatische Glaube war, desto größer war die Grausamkeit und desto schlimmer war der Zustand.“
„Soweit ich mich erinnern kann, gibt es in den Evangelien kein einziges Wort zum Lob der Intelligenz.“
„Die Wissenschaft zielt nicht darauf ab, unumstößliche Wahrheiten und ewige Dogmen aufzustellen; ihr Ziel ist es, sich der Wahrheit durch sukzessive Annäherung zu nähern, ohne den Anspruch zu erheben, dass auf irgendeiner Stufe endgültige und vollständige Genauigkeit erreicht wurde.“
„Es scheint kaum eine Grenze dafür zu geben, was getan werden könnte, um eine gute Welt zu schaffen, wenn nur die Menschen die Wissenschaft klug nutzen.“
Bertrand Russell, franz. Philosoph
„Die Menschen kommen fast immer zu ihren Überzeugungen, nicht auf der Grundlage von Beweisen, sondern auf der Grundlage dessen, was sie attraktiv finden.“
Blaise Pascal, franz. Philosoph
„Glaube nichts, egal wo du es gelesen hast oder wer es gesagt hat, nicht einmal, wenn ich es gesagt habe, es sei denn, es stimmt mit deiner eigenen Vernunft überein und deinem eigenen gesunden Menschenverstand!“
„Das Mysterium des Anfangs aller Dinge ist für uns unlösbar, und ich für meinen Teil muss mich damit begnügen, ein Agnostiker zu bleiben.“
„Es ist bemerkenswert, dass eine Überzeugung, die in den ersten Lebensjahren ständig eingeimpft wird, während das Gehirn noch beeinflussbar ist, fast den Charakter eines Instinkts zu erlangen scheint; und das Wesen eines Instinkts besteht darin, dass man ihm unabhängig von der Vernunft folgt.“
„Heutzutage wird als häufigstes Argument für die Existenz eines intelligenten Gottes die tiefe innere Überzeugung und das innere Erlebnis der meisten Menschen angeführt. Aber es kann nicht bezweifelt werden, daß Hindus, Mohammedaner und andere in derselben Weise und mit der gleichen Hartnäckigkeit für die Existenz eines Gottes oder von vielen Göttern oder, wie bei den Buddhisten, für gar keinen Gott eintreten können.“
Charles Darwin, engl. Naturforscher
„Gott hat den Menschen nicht nach seinem Vorbild geschaffen. Ganz offensichtlich war es genau umgekehrt.“
„Wenn die religiöse Unterweisung erst in einem Alter zugelassen wäre, in dem Kinder selbstständig denken können, lebten wir in einer völlig anderen Welt.“
„Alle Versuche, den Glauben mit Wissenschaft und Vernunft zu versöhnen, sind […] der Lächerlichkeit preisgegeben und zum Scheitern verurteilt.“
„Was ohne Beweise behauptet werden kann, kann auch ohne Beweise verworfen werden.“
Christopher Hitchens, amerik. Autor
„Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotential in sich. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen. In den Schulen ist Ethikunterricht wichtiger als Religionsunterricht. Warum? Weil zum Überleben der Menschheit das Bewusstsein des Gemeinsamen wichtiger ist als das ständige Hervorheben des Trennenden.“
Dalai-Lama, buddhistischer Mönch
„Wenn Religion nicht die größte Bedrohung für Rationalität und wissenschaftlichen Fortschritt ist, was ist es dann?“
„Man kann nicht mit all dem Guten werben, das die eigene Religion bewirkt, ohne vorher gewissenhaft all den Schaden abzuziehen, den sie anrichtet, und ernsthaft die Frage zu prüfen, ob eine andere Religion oder gar keine Religion besser ist.“
„Es gibt keine höfliche Art, jemandem zu sagen, dass er sein Leben einer Torheit gewidmet hat.“
Daniel Dennett, amerik. Philosoph
„Keine theologische Ungereimtheit ist so auffallend, dass sie nicht zuzeiten von den verständigsten und gebildetsten Menschen angenommen worden wäre.“
„Ein kluger Mensch passt seinen Glauben an die Beweise an.“
David Hume, engl. Philosoph
„Auf der Erde gibt es ebenso viele Offenbarungen wie Religionen. Überall haben die Menschen versucht, ihre Einbildungen durch die Autorität des Himmels zu stützen. Jede Offenbarung behauptet, sie beruhe auf unwiderlegbaren Beweisen. Jede erklärt, sie habe die höchste Gewissheit für sich. Ich prüfe sie und sehe, wie eine der anderen widerspricht und wie alle der Vernunft widersprechen.“
„Skepsis ist der erste Schritt zur Wahrheit.“
Denis Diderot, franz. Philosoph u. Aufklärer
„Echte, wahre Dummheit besteht in der erschreckenden Selbstgefälligkeit, die dem Zweifel keinen Raum lässt.“
Prof. Drozda-Senkowska, Soz.-Psych., in „Die Psychologie der Dummheit“, Riva-Verlag, 2. Aufl. 2020
„Wenn die Götter die Gebete der Menschen erhören würden, würde die ganze Menschheit schnell untergehen, da sie ständig dafür beten, dass den anderen viel Übel widerfährt.“
Epikur, griech. Philosoph
„Der Glaube an die Unsterblichkeit der menschlichen Seele ist ein Dogma, welches mit den sichersten Erfahrungssätzen der modernen Naturwissenschaft in unlösbarem Widerspruch steht.“
Ernst Haeckel, dt. Naturforscher u. Philosoph
„Geht man allen Religionen auf den Grund, so beruhen sie auf einem mehr oder minder widersinnigen System von Fabeln. Es ist unmöglich, dass ein Mensch von gesundem Verstand, der diese Dinge kritisch untersucht, nicht ihre Verkehrtheit erkennt.“
„Die Macht der Geistlichkeit gründet sich auf die Meinung und Leichtgläubigkeit der Völker. Man kläre die letzteren auf, und der Zauber hat ein Ende.“
Friedrich II., preußischer König
„Man muss seinem Dasein einen Wert geben, indem man sich so verhält, als wäre das eigene Dasein ein Kunstwerk.“
„Ein gewiss sehr hoher Kulturgrad ist erreicht, wenn der Mensch sich über Aberglauben und religiöse Vorstellungen und Ängste erhebt und zum Beispiel nicht mehr an Schutzengel oder an die Erbsünde glaubt und auch aufgehört hat, von seinem Seelenheil zu reden.“
Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph
„Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.“
Galileo Galilei, ital. Naturwissenschaftler
„Lüge bleibt Lüge, auch wenn sie in der Bibel steht.“
Gerd Lüdemann, dt. ev. Theologe
„Dass sich bestimmte… Personengruppen durch das Aufstellen „heiliger“ (d.h. unantastbarer) Spielregeln jeglichem kritischen Zugriff entziehen und dadurch eigene Denkfehler als verbindlich in die Zukunft fortschreiben, kann und darf in einer modernen Gesellschaft keine akzeptable Praxis mehr sein.“
„Der rationalen Argumenten unzugängliche unerschütterliche Glaube, den manche Religionen prämieren, ist keine Tugend, sondern ein Laster.
„Theologie ist der professionalisierte und institualisierte Mißbrauch der Vernunft im Dienste des Glaubens.“
Hans Albert, dt. Philosoph
„Die Kirche lebt davon, daß die Ergebnisse der wissenschaftlichen Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik sind.“
Hans Conzelmann, dt. ev. Theologe
„In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.“
Heinrich Heine, dt. Dichter
„Wir müssen die Religion des anderen respektieren, aber nur in dem Sinne und in dem Maße, in dem wir seine Theorie respektieren, dass seine Frau schön und seine Kinder klug sind.“
„Die Kirche ist ein Ort, wo Menschen vom Himmel Wunderdinge erzählen, die niemals dort waren, und dies Menschen gegenüber, die nie dort eintreffen werden.“
Henry Mencken, amerik. Schriftsteller
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muts liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
„All unser Wissen beginnt mit den Sinnen, geht dann weiter zum Verstand und endet mit der Vernunft. Es gibt nichts Höheres als die Vernunft.“
„Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ – das ist das Motto der Aufklärung.“
„Vom Übersinnlichen ist, was das spekulative Vermögen der Vernunft betrifft, keine Erkenntnis möglich.“
„Es ist eine bekannte Regel der Weltweisen oder vielmehr der gesunden Vernunft überhaupt, daß man ohne die erheblichste Ursache nichts für ein Wunder oder eine übernatürliche Begebenheit halten sollte.“
Immanuel Kant, dt. Philosoph
„Was waren die Früchte des Christentums? Aberglaube, Bigotterie und Verfolgung.“
James Madison, ehem. amerik. Präsident
„In einem Weltall ohne Ziel und Sinn ist es unsere ureigene Aufgabe, unserem flüchtigen Dasein selbst Ziel und Sinn zu verleihen. Das ist durchaus möglich, wenn wir keine übersteigerten spirituellen Erwartungen hegen, wie sie jahrtausendelang von den Religionen genährt worden sind.“
Joachim Kahl, dt. Philosoph und Soziologe
„Es ist erbärmlich anzusehen, wie die Menschen nach Wundern schnappen, um nur in ihrem Unsinn und Albernheiten beharren zu dürfen und sich gegen die Obermacht des Menschenverstandes und der Vernunft wehren zu können.“
Johann Wolfgang v. Goethe, dt. Dichter
„Dies könnte die beste aller möglichen Welten sein, wenn es nur keine Religion in ihr gäbe.“
John Adams, ehem. Präsident der USA
„Menschliches Wissen kann nicht über das hinausreichen, was uns durch Erfahrung zugänglich ist.“
John Locke, engl. Philosoph und Aufklärer
„Der Reichskanzler lebt ohne Zweifel im Glauben an Gott. Er anerkennt das Christentum als den Baumeister der abendländischen Kultur.“ (wie bitte?)
Kardinal Faulhaber, früh. Erzbischof von München und Freising über Adolf Hitler
„Kein rationales Argument wird eine rationale Wirkung auf einen Menschen haben, der nicht bereit ist, eine rationale Haltung einzunehmen.“
Karl Popper, österreichisch-englischer Philosoph
„Niemand vor Stalin und Hitler hat in Europa das menschliche Leben so unentwegt aufs äußerste verachtet und in den Staub getreten, ja, dies noch – Gipfel zynischer Perversion – als „gottgewollt“ verkündet, wie die christliche Kirche.“
„Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.“
Karlheinz Deschner, dt. Schriftsteller
„Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ (wie wahr!)
1 Korinther 25:14
„Was überhaupt gesagt werden kann, kann klar gesagt werden und worüber wir nicht reden können, müssen wir schweigen.“
Ludwig Wittgenstein, österreichischer Philosoph
„Alle Religionen sind gleichermaßen erhaben für die Unwissenden, nützlich für den Politiker und lächerlich für den Philosophen.“
Lukrez, Philosoph der Antike
„Wer nichts weiß, muss alles glauben.“
Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin
„Die Bibel enthält edle Poesie … und einige gute Moralvorstellungen. Und eine Fülle von Obszönitäten und mehr als tausend Lügen“
„Es ist einfacher, Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.“
Mark Twain, amerik. Schriftsteller
„Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten.“
Mahatma Gandhi, indischer Freiheitskämpfer
„Wenn es Götter gibt und sie gerecht sind, dann wird es ihnen egal sein, wie fromm du gewesen bist, sondern sie werden dich aufgrund der Tugenden, die du gelebt hast, willkommen heißen.“
Marcus Aurelius, röm. Kaiser und stoischer Philosoph
„Daß man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien.“ (wie bitte? – Hass- bzw. Hetzrede gegen die Juden)
Martin Luther, dt. Reformator
„Glaubst du noch oder denkst du schon?“
„Durch die Unbedingtheit des Glaubens werden historisch bedingte Irrtümer sowie unzulängliche Moralvorstellungen für die Zukunft festgeschrieben, also künftige Erkenntnis- und Humanitätsfortschritte zugunsten dogmatischer Borniertheit verhindert.“
„Wenn Klein-Erna mit Segen des Staates von Vertretern der katholischen Kirche, Klein-Mehmet von Muslimen, Klein-Philipp von Zeugen Jehovas etc. fürs Leben geschult werden, so entsteht darüber keine weltanschauliche Vielfalt, sondern bloß potenzierte Einfalt. Mit der bisher gewählten Strategie, die schulische Vermittlung und Diskussion von Werten und Weltanschauungen ausgerechnet den religiösen Gemeinschaften zu überlassen, hat der Staat den Bock zum Gärtner gemacht.“
Michael Schmidt-Salomon, dt. Philosoph
„Die Ablehnung wissenschaftlicher Aufklärung ist ein Wesensmerkmal der monotheistischen Religionen. Sie tendieren eindeutig zu geistiger Finsternis, um so ihre Märchen aufrechtzuerhalten.“
„Die Menschen erschaffen Gott nach ihrem eigenen umgekehrten Bild. Sterblich, endlich, begrenzt, unter all diesen Zwängen leidend, vom Wunsch nach Vollständigkeit heimgesucht, erfinden die Menschen eine Macht, die mit genau den gegenteiligen Eigenschaften ausgestattet ist … Religion wird so zur Ausbeutung der Täuschungsanfälligkeit des Menschen schlechthin.“
Michel Onfray, franz. Philosoph
„Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.“
Baron de Montesquieu, franz. Philosoph
„Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.“ (wie bitte?)
Papst Pius XII (über Adolf Hitler)
„Wie ernst darf man es eigentlich heute noch nehmen, wenn der Originalton eines Dialogs zwischen Gott und Moses wiedergegeben und dem Leser suggeriert wird, die Verfasser all dieser in Wahrheit höchst umstrittenen Texte hätten als Protokollanten daneben gestanden.“
Peter Henkel, dt. Philosoph u. Journalist
„Man sollte sich nur den Gegenständen zuwenden, zu deren klarer und unzweifelhafter Erkenntnis unser Geist zuzureichen scheint.“
René Descartes, französischer Philosoph
„Entweder kann Gott nichts tun, um die Katastrophen aufzuhalten oder er kümmert sich nicht darum oder er existiert nicht. Gott ist entweder unfähig, böse oder nur Fiktion. Sie können es sich aussuchen.“
„Wir müssen den Weg freilegen in eine Zeit, in der ein Glaube ohne Beweise jedem Schande bereitet.“
Sam Harris, amerik. Autor und Neurowissenschaftler
„Auf Dauer kann nichts der Vernunft und Erfahrung standhalten, und der Widerspruch, den die Religion beiden bietet, ist nur allzu greifbar.“
„Je mehr die Menschen Zugang zu den Früchten des Wissens haben, desto mehr nimmt der religiöse Glaube ab.“
Sigmund Freud, österr. Arzt u. Psychologe
„Was ich nicht weiß, das glaube ich auch nicht zu wissen.“
Sokrates, antiker griech. Philosoph
„Wir sind alle frei zu glauben, was wir wollen, und es ist meine Ansicht, dass die einfachste Erklärung ist: Es gibt keinen Gott. Niemand hat unser Universum erschaffen, und niemand lenkt unser Schicksal. Dies führt mich zu einer tiefen Erkenntnis: Es gibt wahrscheinlich keinen Himmel und auch kein Leben nach dem Tod.“
„Ich betrachte das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu funktionieren, wenn seine Komponenten ausfallen. Es gibt keinen Himmel oder ein Leben nach dem Tod für kaputte Computer; das ist ein Märchen für Leute, die Angst vor der Dunkelheit haben.“
Stephen Hawking, engl. Physiker
„Stellt mit Kühnheit sogar die Existenz Gottes in Frage; denn wenn es ihn gibt, muss er die Huldigung der Vernunft mehr gutheißen als die der Angst mit verbundenen Augen.“
„Ich habe alle bekannten Aberglauben der Welt untersucht… Sie alle basieren auf Fabeln und Mythologie. Das Christentum hat die eine Hälfte der Welt zu Dummköpfen und die andere Hälfte zu Heuchlern gemacht.“
Thomas Jefferson, ehemaliger amerik. Präsident
„Was die Ketzer anlangt, so haben sie sich einer Sünde schuldig gemacht, die es rechtfertigt, daß sie nicht nur von der Kirche vermittels des Kirchenbannes ausgeschieden, sondern auch durch die Todesstrafe aus dieser Welt entfernt werden.“ (wie bitte?)
Thomas von Aquin, Kirchenlehrer
„Wann ist je den Bedrängten durch Beten Hilfe von oben gekommen? Gebetet wurde und wird seit Menschengedenken in den Häusern mit Kranken und Sterbenden, auf den Schlachtfeldern der bis heute stattfindenden Kriege, in Luftschutzkellern mit zu Tode verängstigten Menschen, in den großen Vernichtungslagern der Nationalsozialisten und Kommunisten, unter den Trümmern der durch Erdbeben zerstörten Häuser. Wurden je die Schreie und Gebete in den Folterkellern der Inquisition und aus den brennenden Scheiterhaufen erhört?“
Uwe Lehnert, dt. Bildungsinformatiker
Abbildungen
Freud, Friedrich II, Onfray, von Harnack, Luther, Einstein, von Goethe (von li oben nach reunten)
Schopenhauer, Russell, Popper, Harris, Bakewell, Cox ((von li oben nach re unten)
* Lebensklug sind nach meinem Verständnis Menschen, die sich im Leben an Fakten halten, die mit der Lebenswirklichkeit übereinstimmen und gegenüber Behauptungen, für die es keine empirischen Belege gibt, skeptische, von der Vernunft geleitete Zurückhaltung wahren.
Stellen Sie in wenigen Minuten fest, wie LEBENSKLUG Sie sind!
So geht’s: Geben Sie an, ob die folg. bewusst zugespitzten Aussagen auf einen der nachf. Begriffe zutreffen und ggf. auf welchen (a-j)!
Aussagen:
1. Ort der Verbreitung von teilweise weltfremdem und absonderlichem, stellenweise auch vernunftwidrigem Gedankengut
2. Spielwiese für intellektuelle Schaumschlägerei, wobei viel Geschriebenes nichts anderes als sinnfreies Stochern im Nebel ohnejeden Erkenntnisgewinn ist
3. Fundament für gesicherte Erkenntnisse über die Welt und das Leben
4. Heimstätte für soziale Wesen, die anfällig sind und für alle Arten von irrationalen Lehren und sich häufig gegenüber Fremden und Andersdenkenden wenig tolerant und friedfertig zeigen
5. Von dem meist sehr banalem und kurzlebigen Stoff, der hier in unendlicher Menge und Vielfalt angeboten wird, gehört Vieles direkt in die Tonne
6. Lebensklugheit bzw. Lebenskunst werden hier im Allgemeinen nicht vermittelt bzw. gefördert
7. Foren, die viel Raum geben für Bullshit, Fake News, Verschwörungstheorien und sonstigen hanebüchenen Unsinn
8. Schnelllebiger Markt, in dem häufig auf der Basis von ungeklärten Fakten und ungeachtet der Komplexität bestimmter Fragestellungen eine fragwürdige politisch-weltanschauliche Meinungsmache betrieben wird
9. Anerkannte Lehre, die das menschliche Streben nach absoluter Wahrheit – nach rational nicht anfechtbaren Aussagen über Gott, die Welt und das Leben – als irrationales (illusorisches) Bemühen entlarvt
10. Spielfeld für Akteure, die sich Alles zutrauen, die den LeutenAlles versprechen und die alle Mittel einsetzen, um die Gunst der Menschen zu gewinnen
Jede richtig angekreuzte Antwort zählt einen Punkt. Wer die Aussage 1 falsch beantwortet oder keinem der Begriffe zugeordnet hat, erhält 7 Punkte Abzug, da in diesem Test die Verteidigung fragwürdigen religiösen Gedankenguts kein Beleg fürLebensklugheit ist.
0 – 2 Punkte:
Ich bedaure, Sie haben den Test leider nicht bestanden.
3 – 4 Punkte: .
Sie sind eine „mit beiden Beinen in der Welt stehende“ Persönlichkeit. Sie schließen sich mitunter Meinungen an, nicht, weil Sie die Argumente kritisch geprüft haben, sondern weil Sie diese auch ohnesketisches Hinterfragen für glaubhaft halten.
5 – 6 Punkte:
Sie sind eine aufgeschlossene und weltoffene Persönlichkeit. Sie kennen sich in der Welt gut aus und gehen ihren eigenen Weg.
7 – 8 Punkte:
Sie sind eine über die Welt und das Leben stark reflektierende Persönlichkeit. Sie haben einen kritischen Blick auf die Welt und verfügen über ein gutes Urteilsvermögen.
9 + 10 Punkte:
Sie sind eine lebenskluge Persönlichkeit. Sie folgen ihrem kritischen Verstand und führen ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben.
In den letzten Jahrzehnten haben die Christlichen Kirchen in Deutschland einen starken Rückgang Ihrer Mitglieder zu verzeichnen.
Zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 gehörten noch über 72 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Glaubensgemeinschaft in Deutschland an. Seither ist der Anteil der Kirchenmitglieder auf etwa 44 Prozent gesunken (römisch-katholische Kirche: 23%, EKD: 21% / Stand 31.12.2025). 48% der Bevölkerung (von etwa 83,5 Millionen Bundesbürgern) sind nach den von der Forschungsgruppe für Weltanschauungen ausgewerteten Daten nicht Mitglied einer Konfessionsgemeinschaft. Davon sind 60% ehemalige Kirchenmitglieder.
Mitgezählt bei den Kirchenmitgliedern werden religionsunmündige Kinder unter 14 Jahren, bei denen die Erziehungsberechtigten die Entscheidung zur Aufnahme getroffen haben. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Anteil der Menschen, die erst im Erwachsenenalter in die KK aufgenommen werden, in Deutschland jährlich bei 2000 bis 3000 Personen liegt (im Vergleich zur Anzahl der Kinder: 120000 bis 130000), das entspricht nur etwa 2 bis 2,5 Prozent aller Neuaufnahmen!!!
Die Kirchenaustritte sind seit 2005/2006 von einem jährlichen Ausgangswert von etwa 200000 von Jahr zu Jahr kontinuierlich angestiegen und haben in den letzten Jahren eine Größenordnung von etwa 650000 Mitgliedern erreicht. Der Anteil der älteren und jüngeren Menschen (über 18 Jahre) an den Kirchenaustritten entspricht in etwa ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung. Dasselbe gilt für Menschen mit unterschiedlichem Bildungsstand.
Unter Berücksichtigung der sonstigen Veränderungen bei den Neuaufnahmen und dem Ausscheiden durch Tod ist die Anzahl der Kirchenmitglieder beider Kirchen in den letzten Jahren jeweils um etwa 1,1 Millionen gesunken.
Nach Auswertung der verfügbaren Daten durch die Forschungsgruppe „fowid“ sind aktuell noch etwa 5 Prozent der Bevölkerung als praktizierende Gläubige anzusehen.
Die Bertelsmann-Stiftung hat im Sommer 2022 eine Umfrage durchgeführt („Religionsmonitor“), derzufolge die Kirchen in den kommenden Jahren vor einem weiteren Bedeutungsverlust stehen. (Das bestätigen inzwischen die neu vorliegenden Daten.) Die Autoren sind zu dem Schluss gekommen, dass beide Kirchen nicht umhinkommen werden,
„ihre besondere gesellschaftliche Rolle kritisch zu reflektierenund sich in einer zunehmend religiös pluralen Gesellschaft neuzu verorten.“
Quelle: Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland („fowid“)
Anmerkung des Autors: Die Katholische Kirche in Deutschland ist sich zwar bereits seit vielen Jahren der zunehmend dramatischen Entwicklung hinsichtlich des Vertrauensverlustes der Menschen in ihre Einrichtung bewusst, ihr ist es aber bislang trotz verstärkter Anstrengungen, die Gläubigen an Reformbemühungen zu beteiligen – Stichwort: “Synodaler Weg” – nicht gelungen, Reformen in Gang zu bringen, die ihr neues Vertrauen in ihre Einrichtung verschaffen und die Abwendung vieler Gläubigen von der Kirche aufhalten können.
Anmerkungen zur Frage, welcher Mittel und Methoden sich die KK zur Festigung des christlichen Glaubens in der Weltbedient
Die Gefahr religiöser Verblendung: an dieser Stelle nur ein Beispiel: die Versuchung Abrahams
Die Aufforderung an die Gläubigen, ein gottesfürchtiges Leben zu führen
Wie die KK mit ihrer kriminalitätsbelasteten Vergangenheit umgeht
Texte
Ist die Bibel Gottes Wort?
Die Katholische Kirche verkündet ihre Lehre als „Gottes Wort“ und beruft sich darauf, daß Gott sich ihr in den „Heiligen Büchern“ „offenbart“ habe.
Für mich liegt bei „nüchterner“ Betrachtung auf der Hand, dass den Offenbarungen kein reales Geschehen zugrundeliegt.
In Wahrheit dürfte es sich bei den in der Bibel geschilderten Gottesbegegnungen wohl um reine Phantasie- und Wahnvorstellungen von hoch empfindsamen Menschen gehandelt haben, die in grauer Vorzeit gelebt haben, in der ihnen die Geheimnisse der Natur noch weitgehend verschlossen waren. In ihrer Naivität und Engstirnigkeit haben sie fest an die Allmacht Gottes und seiner Fähigkeit geglaubt, auf die Geschicke der Menschen einzuwirken. Jene Menschen haben allem Anschein nach innere Stimmen wahrgenommen, die sie in ihrer frömmelnden Einfalt (auf dem Hintergrund eines zu jener Zeit bestehenden archaischen Weltbildes) für die Stimme des allmächtigen Schöpfers gehalten haben.
Folgt man dieser Sichtweise, fällt das ganze Glaubensgebäude der Katholischen Kirche sang- und klanglos in sich zusammen.
Die Bibel
Warum Christen an Gott glauben
Das Wesen des Glaubens nach christlicher Lehre
In der Bibel wird Glauben definiert als „Gewißheit dessen, worauf man hofft, und das Überzeugtsein von dem, was man nicht sieht.“ (Hebräerbrief 11.1).
Nach christlicher Lehre ist diese Bibelstelle so zu verstehen, dass Gläubige ein tiefes Vertrauen in die göttliche Schöpfung haben, die sie als sein Geschenk an die Menschen betrachten und dessen sie sich dankbar erweisen wollen. Sie meinen. die göttliche Gegenwart zu spüren und können sich ein sinnvolles Leben nur im Glauben an Gott als barmherzigen Vater vorstellen.
Die Katholische Kirche beantwortet damit die Frage, warum Menschen an ein göttliches Walten in der Welt glauben, mit dem schlichten Hinweis, dass ohne dieses Urvertrauen in eine göttliche Ordnung man sich ein Leben in dieser Welt gar nicht vorstellen könne. Erst der Glaube gebe Menschen Halt und Orientierung. Christen fühlen sich in ihrem Glauben bestätigt, weil zentrale christliche Glaubensbotschaften ihrem Wunschdenken entgegenkommen.
Dagegen ist folgendes einzuwenden:
Die KK prämiert den Gottesglauben von Menschen, indem sie unterstellt, dass Menschen von Natur aus ein Urvertrauen in eine göttliche Ordnung haben oder herstellen können. Das mag in früheren Zeiten, als der Gottesglaube für die Menschen noch zentraler Bestandteil eines mystischen Weltverständnisses war, zutreffend gewesen sein.
Die Welt und damit auch die Sichtweise der Menschen auf die in ihr wirkenden Kräfte haben sich seither grundlegend verändert. Auslöser und Motor dieses Aufbruchs in eine von den Fesseln religiöser Denkverbote befreiten Geisteshaltung waren zum Ende der Neuzeit bzw. mit Beginn der Moderne aufkommende philosophische Srömungen, vor allem der Geist der Aufklärung (18. Jahrhundert), der sich über Europa und weite Teile der Welt ausgebreitet hat.
Nachdem die wissenschaftliche Forschungim Zuge dieser Befreiung von alten Denkschablonen keinen religiösen Beschränkungen mehr unterlag, konnten viele der in alter Zeit bestehenden Geheimnisse der Natur – u.a die Ursprünge des Kosmos, das Sonnensystem, die Evolution des Menschen, das Wirken von Naturkräften in der Welt etc. – entschlüsselt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse geben Grund zu der Annahme, dass alles in der Natur mit ‚rechten Dingen‘ zugeht und auch die Entstehung der Welt und die Evolution des Menschen als ein natürliches, aus den Gesetzmäßigkeiten der Natur ableitbares Geschehen erklärt werden kann. Damit hat der Glaube an einen Gott, der in wundersamer Weise in die Geschicke der Welt eingreift, dramatisch an Glaubwürdigkeit verloren.
Menschen, die dieses Naturverständnis teilen, werden folglich nicht zustimmen, wenn behauptet wird, dass der Gottesglaube einem der Natur des Menschen innewohnenden tiefen (quasi existentiellem) Grundbedürfnis entspricht.
Da die KK keinen für mich nachvollziehbaren Grund für ihren Gottesglauben angeben kann, ist ihr Glaube wohl ausschließlich einem reinen Wunschdenken zuzuschreiben. So verstehe ich auch die eingangs zitierte Bibelstelle.
Anmerkung:
Auch wenn es für mich keinen Grund gibt, an den Gott der Christen zu glauben, stelle ich das RECHT aller Menschen auf Glaubensfreiheit selbstverständlich nicht in Frage. Ich halte mich allerdings für berechtigt, mich mit der Glaubenslehre der Katholischen Kirche – einer in der Öffentlichkeit wirkenden Einrichtung – kritisch auseinanderzusetzen und berufe mich dabei auf mein RECHT auf Meinungsfreiheit. Ich erwarte daher meinerseits von allen Gläubigen, mir dieses Recht in gegenseitigem Respekt, also ohne persönliche Diffamierung, ausdrücklich zuzugestehen.
Anmerkungen zur Frage, welcher Mittel und Methoden sich die KK zur Festigung des christlichen Glaubens in der Weltbedient
Die KK hat sich, um für ihren Glauben zu werben und ihre Lehre in alle Welt hinauszutragen, teilweise recht fragwürdiger Mittel und Methoden bedient und ist dabei in ihrer Geschichte häufig auch nicht vor der unerbittlichen Verfolgung Andersdenkender und der Anwendung massiver Gewalt (Unterdrückung, Folter und Ermordung) zwecks Verbreitung und Festigung ihrer christlichen Botschaftzurückgeschreckt. Man denke allerdings auch an die Mittel und Methoden, die bis heute angewandt werden:
* Die KK verspricht den Menschen in der ihr eigenen, von keinen Zweifeln geplagten nassforschen Art die Erfüllung eines uralten – aus rationaler Sicht definitiv unerfüllbaren – Menschheitstraums, nämlich die Aussicht auf eine Wiederauferstehung nach dem Tod, wenn sie im christlichen Glauben ein Gott wohlgefälliges Leben führen.
* Sie indoktriniert die ihr von den Eltern anvertrauten religionsunmündigen Kinder mit ihrer Lehre, übt so eine prägende Wirkung auf die geistige Entwicklung von Kindern aus und macht sie auf diese Weise unter Ausnutzung ihrer altersbedingten Ahnungslosigkeit zu ihren treuen Anhängern im Glauben. (s.u. 5.3).
* Sie hat – solange sie es konnte – die Menschen vor aufklärerischen und religionskritischen Schriften abgeschirmt (Index librorum prohibitorum).
Diesen Machenschaften und Methoden verdankt die KK, die im übrigen immer darauf bedacht war, sich mit den Mächtigen dieser Welt, darunter auch Staatenlenker diktatorischer und faschistischer Systeme , gut(?) zu stellen, ein Großteil ihres Erfolges in zwei Jahrtausenden.
Bezüglich ihrer Botschaften ist der KK vor allem vorzuhalten, dass sie den Menschen Glaubensinhalte verkündet, die mit dem vertieften Wissen, das wir heute von der Welt, seiner Entstehung und der in ihr wirkenden Kräfte sowie der Evolution des Menschen haben, nicht vereinbar sind. Sie stellt sich damit gegen alle aufklärerischen Bemühungen, den Menschen auf der Grundlage naturwissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse ein realistisches Bild von der Welt und der Stellung des Menschen in dieser Welt zu vermitteln.
Die Gefahr religiöser Verblendung: an dieser Stelle nur ein Beispiel: die Versuchung Abrahams
Rembrandt, Die Versuchung Abrahams
Die religiöse Verblendung kennt, wie wir aus der Kriminalitätsgeschichte der Katholischen Kirche wissen, keine Grenzen. Auch in der Bibel selbst finden sich zahlreiche Stellen, die aufzeigen, zu welchen höchst verstörenden Ansichten der christliche Glauben führen kann. Dazu nur ein Beispiel:
Abraham ist zum Beweis seiner Gottestreue bereit, auf Geheiß Gottes ihm seinen Sohn Isaak zu opfern.
Da Gott nicht mit den Menschen kommuniziert*, ist A. das Opfer einer naiv-bigotten Verblendung, die ihn dazu verleitet, eine unmenschliche Schandtat zu begehen, von der er nicht aus Barmherzigkeit ablässt, sondern weil – wie in der Bibel berichtet – Gott in das Geschehen im letzten Moment eingreift. Auch dieses angebliche Geschehen kann, da ein Engel (???) als Mittler des „göttlichen Willens“ Abraham von der Tat abgehalten haben soll, so real nicht stattgefunden haben!
Fazit: An dieser schändlichen Geschichte ist nichts Wahres d’ran! Sie eignet sich erst recht nicht als Sinnbild für „wahre“ Gottestreue!
* Wie denn auch? Wer heute glaubt, eine innere Stimme zu vernehmen und auf diese Weise mit GOTT zu kommunizieren, wird mit dieser skurrilen Geschichte von Menschen, die „mit beiden Beinen im Leben stehen“, wohl kaum ernst genommen werden.
Das Phänomen, dass Menschen glauben, innere Stimmen zu hören, tritt auch in nichtreligiösen Kontexten auf und lässt sich auf natürliche Weise aus der Funktionsweise des menschlichen Gehirns erklären. Das menschliche Gehirn ist angesichts seiner extrem hohen Fähigkeit zur Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken wie auch zur Steuerung von Denkprozessen in der Lage, sowohl Gespräche mit sich selbst als auch mit einem nur virtuell vorhandenen Gegenüber zu führen.
Die Aufforderung an die Gläubigen, ein gottesfürchtiges Leben zu führen
Die KK hält die Gläubigen dazu an, ein Leben in Ehrfurcht vor Gott zu führen. Sie fordert zugleich dazu auf, ein gottesfürchtiges Leben zu führen.
Mit dieser Wortwahl befördert die KK tiefsitzende Ängste ihrer Anhänger, dass Verstösse gegen religiöse Gebote zum Zeitpunkt des „Jüngsten Gerichts“ grausame Folgen nach sich ziehen können. Ich halte das für eine in jeder Hinsicht inakzeptable Methode, um Gläubige mit einer in alter Zeit in die Welt gesetzten, engstirnigem religiösen Wahndenken zuzuschreibenden Schreckensbotschaft (nämlich bei Missachtung der religiösen Gebote die Aussicht auf ein ewiges Leben zu verlieren und ewige Höllenqualen erleiden zu müssen*) an die Kirche zu binden.
*Anmerkung: Wer als Christ Gott unterstellt, er werde am Tag des Jüngsten Gerichts „Ungerechte“ in die ewige Verdammnis schicken, sollte sich fragen, ob er Gott damit nicht extrem inhumane Rachegelüste unterstellt und auf diese Weise sich nicht an der heiligen Person Gottes vergeht. Es ist schon ein starkes Stück, Gott Botschaften in den Mund zu legen, nach denen er am Tag des „Jüngsten Gerichts“ über die Menschen Gericht halten und sie in zwei Gruppen einteilen werde: Die „Gerechten“ kommen in den“Himmel“, die „Ungerechten in das“ewige Feuer“.
Diese Geschichte beruht auf naivem Aberglauben, da eine Botschaft Gottes an die Menschen nur in der Phantasiewelt von Gläubigen, aber nicht als ein reales weltliches Geschehen vorstellbar ist.
Bei aller gebotenen Zurückhaltung ist mir unbegreiflich, dass solche absolut realitätsfremden, abscheulichen und widersprüchlichen religiösen Botschaften von vernunftgeleiteten Menschen (Menschen, die in der Realität des Lebens nicht leichtgläubig auf jeden Schwindel hereinfallen) unkritisch aufgenommen und als Glaubensbekenntnisübernommen werden.
Es wird allerdings wohl auch Menschen geben, die, ohne den christlichen Glauben wirklich anzunehmen, schlicht abwägen, ob es nicht trotz bestehender Vorbehalte besser ist, sich der christlichen Glaubensgemeinschaft zwecks Sicherung der versprochenen Aussicht auf ein ewiges Leben und Vermeidung des Risikos ewiger Verdammnis anzuschließen.
Auch diese Art des Umgangs mit einer wichtigen Glaubensfrage ist für mich aus rationalen Gründen nicht akzeptabel. Nach meiner festen Überzeugung muss dem Glauben an irrationales Gedankengut mit Wahrheitsanspruch – in welcher Form auch immer – entschieden entgegengetreten werden, da diese Lehren
– vernunftwidrig sind,
– die Menschen mit Behauptungen, die nicht der Wirklichkeit entsprechen, in die Irre führen (und damit auch der bewussten betrügerischen Verbreitung von Humbugdurch religiöse Akteure Tür und Tor öffnen),
– Intoleranz verbreiten und
– häufig Auslöser von Unfrieden und gewalttätigen Auseinandersetzungen unter den Menschen sind.
Wie die KK mit ihrer kriminalitätsbelasteten Vergangenheit umgeht
Das biblische Gebot der Nächstenliebe
Lukas 10: 25. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?
Lukas 10: 26. Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du?
Lukas 10: 27. Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst.
Lukas 10: 28. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben.
Lukas 10: 29. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster?
Lukas 10: 30. Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen.
Lukas 10: 31. Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber.
Lukas 10: 32. Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber.
Lukas 10: 33. Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein,
Lukas 10: 34. ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein.
Lukas 10: 35. Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Lukas 10: 36. Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?
Lukas 10: 37. Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen.
Diese Bibelverse enthalten wohl die eindrucksvollste humane Botschaft, die Jesus der Welt hinterlassen hat.
Das Gebot der Nächstenliebe gehört demzufolge auch zum Credo der Katholischen Kirche. Allerdings hat sie in ihrer langen Geschichte dem Geist dieser Botschaft vielfach in schändlicher Weise zuwidergehandelt, indem sie Menschen verfolgt, unterdrückt, entrechtet und in unzähligen Fällen gefoltert und getötet hat.
Die KK ist sich ihrer schweren Schuld, die sie in ihrer Geschichte auf sich geladen hat, zwar bewusst und geistliche Würdenträger bekennen sich auch hier und da – häufig ohne dabei das Unrecht konkret zu benennen – zur Fehlbarkeit der Kirche und bitten um Vergebung, die KK vermeidet es aber, sich ihrer hoch belasteten Vergangenheit schonungslos in der gebotenen Offenheit zu stellen und diesen Teil ihrer Geschichte gründlich aufarbeiten zu lassen.
Die KK hat weder den Opfern ihrer zigtausendfachen Verbrechen als äußeres Zeichen einer tief empfundenen Reue ein sichtbares und die Zeiten überdauerndes Mahnmal errichtet noch gibt es in Deutschland auch nur ein der geschichtlichen Aufarbeitung des geschehenen Unrechts dienendes öffentliches katholisches Dokumentationszentrum. Man findet auch keinen Gedenktag im jährlichen Kirchenkalender der KK, um die Erinnerung an das unendliche Leid, das sie den Menschen angetan hat, wachzuhalten.
Von einer Kirche, deren öffentliches Auftreten an ihrem ethischen Anspruch gemessen wird, für Nächstenliebe unter den Menschen einzutreten, darf man wohl erwarten, dass sie – auch wenn es als Eingeständnis von Schuld schmerzhaft ist – in aller Form dem tiefen Bedauern um das von ihr begangene Unrecht Ausdruck verleihtund dafür Sorge trägt, dass das Gedenken daran auch für die Zukunft erhalten bleibt.
Hier noch eine ungeschminkte Kurzfassung meiner Kritikpunkte an der Katholischen Kirche:
1. Die KK ist eine in antiker Zeit entstandene männerdominierte, weltweit verbreitete religiöse Einrichtung mit autokratischen Strukturen. Sie trotzt beharrlich allen Bestrebungen zu substantiellen Veränderungen in ihrer Lehre und ihrer inneren Organisation.
Sie ist aufgrund ihrer Dogmatik nicht lernfähig und damit unfähig, ihre Lehre mit den Erkenntnissen über die Entstehung der Welt und die evolutionäre Entwicklung des Menschen in Einklang zu bringen (indem sie am Schöpfungsbericht der Bibel und der Erschaffung von Adam und Eva festhält).
2. Die KK verkündet archaisches irrationales Gedankengut und eine fortschrittsfeindliche Weltanschauung.
Ihre Glaubensquellen beruhen zum Großteil auf Phantastereien von naiv gläubigen Menschen (die vor 2000 Jahren gelebt haben!) und aus Dogmen, die aus profan geführten Glaubenskämpfen entstanden sind. Sie nimmt mit ihrer Fixierung auf ein Leben nach dem Tod den Menschen die Lust am wahren irdischen Leben.
Forsa-Umfrage von Dezember 2024, veröffentlicht in ‚fowid‘
3. Die KK pflegt einen höchst fragwürdigen Kult um sich selbst, indem sie von sich in der ihr eigenen (Un-) Bescheidenheit behauptet, in der Nachfolge Christi zu stehen, das „Wort Gottes“ (und damit den einzig wahren Glauben) zu verkünden und mit göttlichen Vollmachten ausgestattet zu sein. Sie scheut auch nicht davor zurück, den Menschen im Namen Gottes Gebote und Verbote zu erteilen und gibt unter Berufung auf alte Bibeltexte vor, dazu ausdrücklich von Gott ermächtigt zu sein. Ja, sie erklärt sogar den Papst für unfehlbar, wenn er über eine Glaubensfrage endgültig entscheidet.
All‘ diese Behauptungen halten, wie ich in meinem Buch aufzeige, einer kritischen Prüfung nicht stand. Der KK fehlt jede (rational nachvollziebare) Legitimation dafür, die Menschen zu lehren, wie sie zu leben haben.
4. Die KK gaukelt den Menschen vor, es bestehe die Hoffnung auf Erlösung und Wiederauferstehung, wenn sie der christlichen Lehre folgen, obwohl unabweisbar Fakt ist, dass nach gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der menschliche Körper mit dem Tod in Milliarden von Molekülen und Atomen zerfällt und nichts von dem übrig bleibt, was menschliches Leben ausmacht.
5. Die KK hat die historische Person Jesus zum Mythos „Gottes Sohn“ erhoben, den Gott auserwählt und geopfert hat, um die Menschheit zu erlösen. Diese frei phantasierte Geschichte ohne jeden Realitätsbezug ist aus rationaler Sicht schlicht nicht ernst zu nehmen.
6. Die KK trifft Aussagen zu Geschehnissen in der Welt (die Geburt Jesu durch die „Jungfrau“ Maria, Jesu Wundertaten, seine leibliche Wiederauferstehung von den Toten) die längst durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse als mit den Realitäten des Lebens nicht vereinbar widerlegt sind.
Als wahr kann nach heutigem Verständnis nur gelten, dass sämtliche Geschehnisse in der Welt den Naturgesetzen unterliegen und eine natürliche Ursache haben, auch wenn nicht alle Geheimnisse der Natur bereits entdeckt und sämtliche Ursachenzusammenhänge erforscht sind!
7. Die KK stellt mit unverhohlenem Hochmut ihren Glauben über den Verstand und hält an Glaubensinhalten fest (die Unsterblichkeit der Seele, die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu beim „Heiligen Abendmahl“, die Existenz von Himmel und Hölle), die auf vorwissenschaftlichem mystischem Gedankengut basieren und mit dem heutigen Weltverständnis unüberbrückbar kollidieren.
Die KK täuscht vor, sich in Dingen auszukennen, die nur in der Phantasie von Gläubigen existieren. Ihr ist vorzuhalten, dass sie mit ihren anfechtbaren Lehraussagen, die sie als Glaubenswahrheiten verkündet, die Leichtgläubigkeit der Menschen und deren Wunschdenken für Ihre Zwecke ausnutzt.
8. Die KK lehrt, ein Leben in Demut vor Gott zu führen – der Verstand ruft dazu auf: Führe ein selbstbestimmtes Leben (unter Wahrung der Rechte deiner Mitmenschen)!
Die Kirche fördert mit ihrer vorgelebten, Gott bedingungslos ergebenen Demutshaltung unter den Gläubigen eine alle Zweifel und Vernunftgründe ausschließende Mentalität von einem existenziellen Unterworfensein unter ein allmächtiges heiliges Wesen, das über die Menschen wacht und über sie bestimmt. Die Kirche weckt auf diese Weise insbes. bei Kindern eine große Ehrfurcht vor Gott, seiner Allmacht und den „heiligen Texten“, zugleich begründet sie auch eine gewisse Autoritätsgläubigkeit gegenüber den Verkündern dieser Glaubenslehre, den Geistlichen, die von sich (zu Unrecht!) behaupten, von Gott als weltliche Vermittler der christlichen Lehre eingesetzt zu sein. Die Kirche schafft sich so ein Heer von folgsamen Anhängern, die nicht oder kaum mehr imstande sind, die teilweise skurrilen religiösen Botschaften kritisch zu hinterfragen.
Die Vorstellung, man könne seinem irdischen Leben frei von jeder Bindung an fragwürdige religiöse Vorschriften in eigener Selbstbestimmung (und sozialer Verantwortung) einen den menschlichen Grundbedürfnissen und individuellen Neigungen entsprechenden Sinn geben und damit ein erfülltes Leben führen, bleibt ihnen häufig ein Leben lang fremd.
9. Die KK hat im Rahmen ihrer unsäglichen, über viele Jahrhunderte verlaufenden Kriminalitätsgeschichte unermessliches Leid über die Menschheit gebracht und damit ihre Lehre von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes auf schändliche Weise diskreditiert und als bloßes Lippenbekenntnis entlarvt. Ihre Glaubwürdigkeit ist damit dauerhaft beschädigt. Ihr haftet unauslöschlich der Ruf der Doppelzüngigkeit und Scheinheiligkeit an.
Bronzedenkmal für Giordano Bruno (Rom, auf dem Campo de‘ Fiori von der Ortsgemeinde 1889 gegen den Willen des Papstes errichtet!), italienischer Philosoph und Kosmologe, einer von zahllosen auf dem Scheiterhaufen zu Tode gekommenen Opfern penetranter Ignoranz (gegenüber naturwissenschaftlichen Erkenntnissen) und mörderischer Selbstherrlichkeitder KK
10. Die Katholische Kirche hat, solange sie in ihrer 2000jährigen Geschichte die Macht dazu besaß, keinerlei Kritik an ihrer Einrichtung zugelassen und über alle Publikationen eine strenge Zensur ausgeübt.
Alle Schriftwerke wurden – in der Regel noch vor einer Veröffentlichung – daraufhin überprüft, ob die Inhalte mit der Glaubens- und Sittenlehre der Katholischen Kirche vereinbar sind. Über die Texte, die aus der Sicht der Kirche gegen ihren Codex verstießen, wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Rom ein Register („Index librorum prohibitorum“) geführt, in dem auch Bücher von so bekannten Geistesgrössen wie Honoré de Balzac, René Descartes, Heinrich Heine, Immanuel Kant und Voltaire aufgelistet sind.
Die Aufnahme in den Index hatte zur Folge, dass diese Werke nicht veröffentlicht werden durften und Gläubigen unter Androhung der Exkommunikation (Ausschluss von bestimmten Kirchenrechten) verboten war, diese Schriften zu lesen. Diese Sanktion hatte im Mittelalter mit der Verhängung der ‚Reichsacht“auch gravierende weltliche, insbesondere wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen.
Die KK hat mit dieser Zensur bewirkt, dass sich vielfach neue wissenschaftliche Erkenntnisse und fortschrittliche philosophische Lehren nicht verbreiten konnten. Sie hat es auf diese (und andere) Weise zu verantworten, dass durch ihr Verhalten die zivilisatorische Entwicklung der Menschheit in großen Teilen der Welt über lange Zeiträume aufgehalten worden ist.
11. Die KK lehrt, nur der christliche Glaube könne den Menschen Trost spenden und ihnen Hoffnung geben, z.B., um mit persönlichem Leid, Trauer, Schicksalsschlägen und der Angst vor dem Tod umgehen zu können. Ihre Medizin besteht bei Licht besehen darin, das Wunschdenken der (Naiv-) Gläubigen zu bedienen und Ihnen einzureden, ganz auf die Güte und Barmherzigkeit Gottes vertrauen zu können, wenn sie als gute Christen den „lieben Gott“ in Gebeten inständig um Hilfe bitten.
Die KK weckt damit falsche Hoffnungen. Gebete können nicht vor Unglück und Leid bewahren, da Gott in das irdische Geschehen nicht eingreift. Davon kann sich jeder leicht überzeugen, wenn er sich bewusst macht, dass gläubige Katholiken im Leben offenkundig nicht weniger Leid erfahren als alle anderen Menschen.
12. Die KK verurteilt gleichgeschlechtliche Beziehungen. Damit verletzt sie die Menschenwürde der Betroffenen gem. Art.1 Abs.1 S.1 GG.
13. Die KK verletzt das Gebot zur Gleichbehandlung der Geschlechter gem. Art.3 Abs.3 S.1 GG und lässt für die Besetzung von geistlichen Ämtern wie zu Urzeiten nur Männer zu.
Die Auffassung der Kirche, sie befolge damit ein religiöses Gebot, da Jesus ausdrücklich Petrus und die ihm nachfolgenden Päpste zu seinen männlichen Nachfolgern berufen habe, ist nach den Ergebnissen der theologisch-kritischen Geschichtsforschung nicht haltbar.
14. Die KK verkündet – wie vor zweitausend Jahren – Glaubensinhalte, insbes. die Androhung ewiger Höllenqualen für ‚Ungläubige‘, die nicht nur extrem inhuman sind, sondern auch den Frieden unter den Menschen ernsthaft gefährden können.
15. Die KK stellt mit ihrer Lehre, derzufolge sie grundsätzlich sexuelle Prävention und Abtreibung verbietet, den Schutz religiöser Werte über den Schutz anderer, nach unserer Verfassung mindestens gleichwertiger Rechtsgüter: den Schutz menschlichen Lebens vor ansteckenden tödlichen Krankheiten, das Recht auf freie Selbstbestimmung über den eigenen Körper sowie die Achtung der Autonomie über das eigene Leben.
Sie macht sich auf diese Weise mitschuldig daran, daß in vielen Ländern der Welt zigtausende von gläubigen Menschen an ihrem leiblichen Wohl Schaden nehmen oder sogar zu Tode kommen (z.B. infolge Aids bzw. „Kurpfuscherei“ bei Abtreibungen).
16. In der öffentlichen Diskussion hat bislang wenig Beachtung gefunden, wie überfordert offenkundig viele der katholischen Geistlichen mit der Einhaltung des Zölibats sind.
Meine Kritik richtet sich dabei vorrangig an die Adresse der kirchlichen Verantwortungsträger, die in ihrer dogmatisch begründeten Engstirnigkeit nicht zur Kenntnis nehmen, dass der Sexualtrieb und der Wunsch der Menschen, eine Familie zu gründen, zur Natur des Menschen gehören und damit wohl nach christlichem Verständnis auch gottgewollt sind. Die KK legt den Geistlichen folglich eine Verpflichtung auf, die letztlich menschenverachtend ist.
Zu mißbilligen ist allerdings auch das Verhalten von Geistlichen, die das Zölibat nicht befolgen und – wie es wohl eher die Regel als die Ausnahme ist – im Geheimen ihr Leben mit Lebensgefährtinnen (Haushälterinnen) teilen. Das ist unentschuldbar, da sie diesen Frauen ein Leben ohne gesellschaftliche Anerkennung und Aussicht auf ein normales Familienleben zumuten.
17. Die KK in Deutschland hat durch ihre ranghohen Würdenträger nach längerem Zögern eingestehen müssen, daß in den zurückliegenden Jahren Kinder in einer Vielzahl von Fällen Opfer von Missbrauch durch Geistliche in kirchlichen Einrichtungen geworden sind.
So skandalös dieser Sachverhalt schon für sich genommen ist, steht noch zusätzlich der Vorwurf gegenüber den kirchlich Verantwortlichen im Raum, den Verdachtsgründen in diesen Fällen nicht (hinreichend) nachgegangen zu sein, keine ausreichenden Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Missbräuche getroffen zu haben und die Opfer der Straftaten in jeder Hinsicht im Stich gelassen zu haben.
Obwohl allem Anschein nach ein systemisches Versagen der Katholischen Kirche bei der Aufklärung und Behandlung von Verdachtsfällen vorgelegen hat, haben die gutachtlichen Ermittlungen im Auftrag der Kirche nur in wenigen Einzelfällen zur Aufnahme von Ermittlungen, Anklage und ggf. Verurteilung von Missbrauchstätern unter den Geistlichen geführt, insbesondere, weil die Aufklärung dieser Verbrechen viele Jahre lang von der Kirche vertuscht und verschleppt wurde und dadurch entweder die Straftaten verjährt oder die Beschuldigten verstorben waren.
Der Missbrauchsskandal hat – soweit öffentlich bekannt geworden – nur zwei (von 27) der im Amt befindlichen deutschen Bischöfe, die mit Missbrauchsfällen befasst waren, zu einem öffentlichen Eingeständnis persönlicher Schuld veranlasst und hat auch bei den im Amt befindlichen Bischöfen keine erkennbaren innerkirchlichen Konsequenzen gehabt.
Der Missbrauchsskandal der Katholischen Kirche, die sich selbst stets gern als einzig wahrer Hüter der Moral aufspielt, ist nach Ansicht vieler Beobachter ein äußerst beschämender, an Selbstgerechtigkeit und Heuchelei kaum zu überbietender Vorgang.
18. Die KK gibt vor, das Wort Gottes zu verkünden und lässt dabei ihren christlichen Gott Dinge sagen und tun, die von billig und gerecht denkenden Menschen als anstößig und verachtungswürdig angesehen werden, man denke nur an die gnadenlose Vernichtung allen Lebens auf der Erde durch die Herbeiführung einer Sintflut, die erbarmungslose Auslöschung von Menschenleben in der Geschichte von Sodom und Gomorrah, die Androhung ewiger Höllenqualen gegenüber „Gottlosen“, die Versuchung Abrahms, seine Gottestreue zu beweisen, indem er von Gott aufgefordert wird, seinen Sohn ihm zum Opfer zu bringen und vieles mehr.
Mir stellt sich angesichts dieser schaurigen Geschichten die Frage, was wohl der Gott der Christen davon hält, wenn ihm solche Ungeheuerlichkeiten von „seiner“(?) Kirche angedichtet bzw. unterstellt werden. Soweit sich die KK in diesem Zusammenhang darauf beruft, es handele sich bei den biblischen Texten doch um von Gott selbst den Menschen geschenkte Offenbarungen, halte ich dem entgegen, dass sie damit blindgläubig einem Dogma aus der Urzeit des Christentums folgt, das mit dem, was in dieser Welt real geschieht, nicht vereinbar ist: Wie sollte zwischen einem geistigen Wesen, das nur in der Vorstellung von gläubigen Menschen existiert, und in der realen Welt lebenden Menschen eine Kommunikation im Sinne eines real stattfindenden, auf natürliche Weise erklärbaren Phänomens möglich sein?
Da ich nicht an Spuk und Geister glaube, bleibt es dabei: Eine Kirche, die ihren Gott in ein so schlechtes Licht rückt, kann keinen Anspruch darauf erheben, mit ihrer Lehre ein guter Lehrmeister für die Menschheit zu sein. Denken Sie darüber einmal unvoreingenommen nach!
Die Katholische Kirche gibt sich von dieser Kritik unbeeindruckt und zeigt damit, dass sie ihre Lehre, die nicht von dieser Welt ist, nicht aufgeben wird. Es ist wohl zu erwarten, dass sie in den Regionen der Welt, in denen die Menschen zunehmend eine weltoffene Haltung zum Leben einnehmen, ihren Einfluss mehr und mehr verlieren wird.
19. Angesichts eines seit etlichen Jahren zunehmenden Unmuts der Gläubigen über die mangelnde Bereitschaft der Kirchenvertreter, überfällige Reformen einzuleiten, hat die KK seit einigen Jahren ein Diskussionsforum geschaffen, um die katholischen Laienvertreter in einzelnen religiösen Angelegenheiten verstärkt zu beteiligen, sogen. Synodaler Weg.
Die Einsetzung dieses Forums hat bei vielen Gläubigen in Deutschland große Hoffnungen auf Veränderungen geweckt, Hoffnungen, die von Teilen der deutschen kirchlichen Würdenträger genährt worden sind, obwohl sie genau wissen, dass möglichen Veränderungen enge Grenzen gesetzt sind, auf deren Einhaltung der Papst als kirchliches Oberhaupt im Interesse der Wahrung der weltweiten Einheit der Katholischen Kirche ausdrücklich besteht. Das wird sich auch in Zukunft sicher nicht ändern.
Die Gläubigen sollten aufwachen und erkennen, dass die Katholische Kirche als weltweit verbreitete Glaubensgemeinschaft in ihren zentralen Lehraussagen nicht reformfähig ist, da sie sich in ihrer Glaubens- und Morallehre über einen Zeitraum von fast zwei Jahrtausenden (wie im Haupttext aufgezeigt) viele unlösbare Fesseln – in Form von ‚heiligen‘ Wahrheiten und religiösen Dogmen – angelegt hat.
„Mythen sind überlieferte Erzählungen, die oft aus sehr alten Zeiten stammen und von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Sie handeln meist von Göttern, Helden, Naturkräften oder der Entstehung der Welt und versuchen, Dinge zu erklären, die sich Menschen früher nicht wissenschaftlich erklären konnten…In Mythen spielt Übernatürliches eine zentrale Rolle!„ Zitat ChatGP
Christliche Mythen sind Überbleibsel antiker religiöser Glaubensinhalte, die mit dem naturwissenschaftlich geprägten Weltbild von heute nicht vereinbar sind.
Rembrandt, Moses zerschmettert die – angeblich – von Gott empfangenen Gesetzestafeln
Uralter Mythos! Die 10 Gebote sind nicht Gottes Gabe an die Menschen, sondern schlicht von Menschen in allen Kulturen der Welt geschaffene Regeln für ein geordnetes Zusammenlebenin der Gemeinschaft. Ähnliche Regeln galten zu Moses Zeiten auch in den benachbarten Regionen der alten Welt.
Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Die Erschaffung von Sonne und Mond
Die biblische Schöpfungsgeschichte ist in wesentlichen Teilen mit dem, was wir heute sicher über die Entstehungsgeschichte der Welt wissen, nicht vereinbar. Daraus folgt: Wenn Gott die Welt erschaffen hat, dann hat er bei dieser biblischen Botschaft sicher nicht die Feder geführt, der Schöpfungsbericht ist also nur ein uralter, von naiv-gläubigen Menschen erdachter Mythos.
Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Gott erschafft Adam
Falsch: Der Mensch hat sich nach dem Stand der im Rahmen der Evolutionstheorie gewonnenen Erkenntnisse aus Frühformen von Lebewesen über einen Zeitraum von Millionen von Jahren im Überlebenskampf mit der Natur zum ‚Homo Sapiens‘ entwickelt.
Michelangelo, Ignudi, Sixtinische Kapelle, Gott erschafft Eva aus der Rippe von Adam
Diese religiöse Botschaft ist schlicht „dummes Zeug“.
Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies
Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies ist antikes weltfremdes Gedankengut. Die aus dem „Fehlverhalten“ Evas abgeleitete Lehre von der „Ursünde“ ist ein skurriles Relikt aus der Urzeit des Christentums. Diese offenbar frei erfundenen, zum Glaubensdogma erhobenen Geschichten, die durch keinerlei handfesten Belege gestützt werden, mag man glauben, sie sind aber – wie alle Mythen und Märchen – nicht wahr ( … nicht mit der Lebenswirklichkeit vereinbar).
Leonardo da Vinci, Die Verkündigung der Geburt Jesu
Engel sind religiöse Phantasiegestalten; eine „Frohe Botschaft“ kann daher real nicht durch einen Engel überbracht worden sein. Im Übrigen wurde Maria auf natürliche Weise schwanger.
Raffael, Sixtinische Madonna (Verehrung der „heiligen Jungfrau“ Maria)
Maria war bei der Geburt Jesu keine Jungfrau. Sie hat Jesus auf natürliche Weise empfangen und zur Welt gebracht. Sie war auch Mutter weiterer im Neuen Testamenterwähnter Kinder. Wer der natürliche Vater von Jesus war, ist unbekannt.
Rembrandt, Die Auferweckung des Lazarus
Es gibt keine übernatürlichen Kräfte, die einen Toten wiederbeleben können.
„Das Letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci in der Mailänder Kirche Santa Maria delle Grazie
Das Bild zeigt die Einsetzung des Sakraments der Eucharistie (Feier zur Erinnerung an den Tod Jesu) mit Brot und Wein. Die KK lehrt, dass im Rahmen der Heiligen Messe mit den Worten „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“ eine geheimnisvolle Wandlung der Substanz von Brot und Wein in den wahren Leib und das wahre Blut Christi geschehe. Gläubige mögen diese weltfremde Geschichte glauben, sie sollten allerdings nicht erwarten, damit intellektuell ernst genommen zu werden.
Rembrandt, Der ungläubige Thomas (beim Anblick des „wiederauferstandenen“ Jesus)
Die“Wiederauferstehung“ Jesu von den Toten ist aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht wahr.
Ikone von Michail Damaskinos, 16. Jahrhundert, Die Dreifaltigkeit – Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist – mit der Weltkugel
Die Trinitätslehre ist eine frei erfundene – absurde – religiöse Konstruktion aus dem 4. und 5. Jahrhundert, die im Neuen Testament keine Stütze findet. (Jesus hat in den Evangelien weder gesagt, er sei wahrer Gott und Teil einer Einheit mit „Gott Vater“ und dem „Heiligen Geist“, noch, dass er sich kreuzigen lasse, damit die Menschen von der „Erbsünde“ befreit werdenund bei Gott Gnade finden.)
Titian, „Himmelfahrt“ der „Jungfrau“ Maria
Bei diesem Dogma der Katholischen Kirche handelt es sich um eine weitere obskure religiöse Phantasterei; ein solches Geschehen wird ebenfalls nicht im Neuen Testament erwähnt.
Michelangelo, „Piéta“ (Das Bild stellt gemäß christlicher Lehre Maria mit dem vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus dar)
Diese Skulptur ist ohne Zweifel das Meisterwerk eines genialen Künstlers. Allerdings verdankt der Künstler seine Inspiration einem religiösen Mythos, da Jesus nicht als Gottes Sohn, sondern als >Mensch von dieser Welt< geboren und gestorben ist, und die trauernde Maria daher auch nicht – wie die KK den Gläubigen einredet – die „Mutter Gottes“ ist. Oder können Sie mir erklären, auf welche real nachvollziehbare Weise ein Mensch in dieser Welt zu einem außerirdischen Wesen werden kann und woran man das erkennen kann?