Kurze Vorstellung
Jürgen Lipki, Pensionär, Jurist, vormals Leiter einer offenen Jugendstrafanstalt in Nordrhein-Westfalen
Autor des Buchs „Im Focus der Kritik: Die Katholische Kirche und ihre Glaubenslehre“
11. Auflage 2026, 176 Seiten, als Taschenbuch im Buchhandel erhältlich (10 € / E-Book 5 €)
Meine Leitgedanken
Mein Weltbild ist geprägt von den philosophischen Ideen des Humanismus* und der Aufklärung**.
* eine vielschichtige philosophische Bewegung, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten, sich frei zu einer gebildeten und gesitteten Persönlichkeit zu entfalten, in den Mittelpunkt ihrer Lehren stellt,
** eine breite philosophische Strömung, deren Ziel es ist, mit den Mitteln von Verstand und Vernunft die den zivilisatorischen Fortschritt behinderden Strukturen in Staat und Gesellschaft zu überwinden.
Aus diesen Lehren leiten sich viele meiner Vorstellungen ab von dem, was ich über Religionen im allgemeinen und die Katholische Glaubenslehre im besonderen denke und warum ich deren Lehren als weltfremd, vernunftwidrig und in vielen ihrer Botschaften moralisch bedenklich ablehne:
- Ich halte es zwecks Wahrung eines wahrhaftigen Umgangs der Menschen untereinander für geboten, Mythen, Legenden, überkommene Traditionen, Behauptungen aller Art und Bauchgefühle von Menschen bei gegebenem Anlass (wenn rationale Bedenken aufkommen) kritisch zu hinterfragen, und setze dabei auf Logik, Evidenz und vernunftgeleitetes Denken als die am besten geeigneten Werkzeuge zur Feststellung, ob etwas als wahr angesehen werden kann oder – eher – nicht. Ich bin es daher gewohnt, nicht blindgläubig Autoritäten zu folgen, sondern bilde mir in aller Regel (soweit nicht ein sehr spezielles Wissen erforderlich ist) unter Zuhilfenahme der verfügbaren seriösen Informationsquellen (auf der Grundlage von möglichst eindeutigen Fakten) selbst eine eigene Meinung.
- Ich lehne weltfremde Glaubensdogmen und jedwede Weltanschauungen ab, die nicht die Menschenwürde und die Menschenrechte als höchste schutzwürdige Rechtsgüter anerkennen, und bin auch nicht bereit, mich auf Gedankenspiele über Dinge einzulassen, die in der realen Welt nicht vorkommen oder rein spekulativ (als Hypothesen nicht mit wissenschaftlichen Methoden überprüfbar) sind. Mir geht es um die Lebensbedingungen, unter denen die Menschen im „hier und jetzt“ leben und die sich ein Leben in Frieden und Freiheit wünschen, ein Leben, in dem jeder unter dem Schutz des Staates selbstbestimmt, also frei von ideologischer oder religiöser Bevormundung bzw. Gängelung, seinen eigenen Weg unter Wahrung der Rechte seiner Mitmenschen gehen kann.
- Ich erhoffe mir, dass die Welt in ihrer zivilisatorischen Entwicklung weitere Fortschritte erzielt und Bedingungen herbeigeführt werden, die es allen Menschen ermöglicht, ein besseres Leben zu führen und unseren Planeten Erde trotz der vielen Bedrohungen als lebensfreundliche Heimstädte für die Menschen erhält. Der Weg dahin führt – abgesehen von der Sicherung von Frieden und Wohlstand – vor allem über eine bessere, auf die Realitäten des Lebens ausgerichtete Bildung, mehr Weltoffenheit, rationales Denken, weitere im Dienste der Menschheit stehende Fortschritte in Wissenschaft und Technik, entschiedenes Eintreten für Aufrichtigkeit und Redlichkeit, Mitgefühl mit den Armen, Schwachen und Leidgeprüften, Toleranz gegenüber allen friedfertigen Mitmenschen – mögen sie auch noch so verschieden sein – und einen respektvoll geführten Diskurs. (Wenn aber die Grundwerte unserer Verfassung von wem auch immer bekämpft werden, sollte man standhaft sein und sich dem offen und mutig entgegenstellen!)
Entsprechend dieser Grundhaltung geht es mir in meinem Buch darum, dem Leser vor Augen zu führen, welch‘ negativen Einfluss die christliche Lehre auf das Denken unzähliger Millionen Menschen im Verlauf der Geschichte hatte und noch heutzutage hat. Dabei dient mir die von Karl Popper begründete philosophische Lehre des „Kritischen Rationalismus“, die stark vereinfacht besagt, dass wahre Aussagen zwar nicht bewiesen, falsche Aussagen aber „falsifiziert“ – widerlegt – werden können, als wichtige erkenntnistheoretische Stütze meiner Kritik an der KK.
Meine Kritik an religiösen Lehren im allgemeinen und der Glaubenslehre der Katholischen Kirche im besonderen
Meine Kritik richtet sich in erster Linie gegen eine Institution, die unverändert Botschaften als wahre Lehre verbreitet, die einem Buch entnommen sind, das vom Zeitgeist vor 2000 Jahren geprägt ist.
Ich erkenne selbstverständlich an, dass manche der in den „Heiligen Texten“ wiedergegebenen Lehren Jesu auch heute noch höchsten Respekt verdienen, etwa sein Eintreten für Nächstenliebe, für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Vergebung und die besondere Zuwendung zu Schwachen und Aussenseitern der Gesellschaft.
In anderen Fragen sowohl des Glaubens wie der Moral, vor allem aber zur Beschaffenheit der Welt und zur Sinnhaftigkeit menschlichen Lebens, vertritt die KK hingegen eine Lehre, die dem antiken Zeitgeist entspricht, in heutiger Zeit aber in einem anderen Licht gesehen werden muss.
1. Der christliche Glaube wird heutzutage von vielen Menschen zunehmend in Frage gestellt. Er ist für mich ein irrationales Relikt aus der Frühzeit der Menschheit und in jenen Zeiten vermutlich aus dem Bedürfnis entstanden, Menschen Trost zu spenden in einer Welt, die voller Bedrohungen war, denen die Menschen in Unkenntnis der Naturkräfte und der Mittel zu ihrer Beherrschung hilflos ausgesetzt waren. Der Glaube half den Menschen, sich in einer göttlichen Ordnung aufgehoben zu fühlen und sich mit der Vorstellung, dass jedes menschliche Leben mit dem Tod endet, abfinden zu können.
Dieser religiöse Glaube hat allerdings in unserer Gesellschaft stark an Relevanz für das Leben der Menschen verloren, und zwar in dem Maße, in dem die Menschen gelernt haben, die Welt und die in ihr wirkenden Kräfte als ein natürliches und weitgehend beherrschbares Geschehen zu verstehen. In heutiger Zeit hat sich der Blick auf die christliche Lehre und die dahinter stehende Institution aufgrund aufklärerischer Arbeit von fortschrittlichen Kräften in der Gesellschaft stark verändert und werden die christlichen Botschaften zunehmend kritisch hinterfragt. Mit Recht, wie ich finde. Meine diesbezügliche Kritik an der KK nimmt in meinem Buch breiten Raum ein.
2. Zentrale Bedeutung in meiner Kritik haben die in den letzten 300 Jahren erzielten Fortschritte in den Naturwissenschaften, die zu vertieften Erkenntnissen über die Welt gelangt sind und damit manche biblische Aussagen zu Geschehnissen in der Welt eindeutig als naiv bzw. unwahr entlarven.
3. Auch in der Philosophie, speziell in der Erkenntnistheorie, hat es große Fortschritte gegeben, die u.a. zu der Einsicht geführt haben, dass der menschlichen Erkenntnis Grenzen gesetzt sind und es – nach der Lehre des Kritischen Rationalismus logisch zwingend – nicht möglich ist, über Erscheinungen in der Welt eine definitiv >wahre< (= nachweisbar mit der Wirklichkeit übereinstimmende) Aussage zu treffen. Das gilt erst recht für Aussagen über (Glaubens-) Dinge, die in der realen Welt nicht vorkommen. Der Anspruch der KK, sie verkünde eine >wahre< Lehre, muss daher zurückgewiesen werden.
Ich halte es auch für intellektuell unredlich, wenn die KK den Begriff Wahrheit für ihre Zwecke reklamiert und von „Glaubenswahrheiten“ spricht. Zugespitzt formuliert: Wer so verfährt und glaubt eigenmächtig festlegen zu können, was wahr ist und was nicht, für den gilt Wahrheit nicht als etwas objektiv Unumstößliches, sondern als beliebiges manipulatives Mittel zur Werbung für den eigenen Glauben. Hinzu kommt, dass die KK nicht erklären kann, warum ihre Lehre anderen religiösen Lehren, die denselben Anspruch erheben, vorzuziehen ist. In der Phantasiewelt, in der Glauben stattfindet, gibt es keine rational nachvollziehbaren „handfesten“ Gründe, an denen man sich bei der Entscheidung, welcher Religion man nun folgen soll, ausrichten könnte.
4. Gott soll nach christlicher Lehre die ersten Menschen erschaffen haben. Danach muss es wohl in seiner Absicht gelegen haben, sie mit Verstand und Vernunft auszustatten und dass die Menschen davon auch Gebrauch machen. Wenn dem so sein sollte, halte ich mich nicht nur aus Gründen der Vernunft, sondern auch mit „göttlichem Segen“ für berechtigt, Religionen schlicht generell abzulehnen, weil ihre Glaubenslehren auf weltfremdem antiken Gedankengut beruhen und voll von Widersprüchen, Unwahrheiten und Ungereimtheiten sind.
5. Da Gott – wenn es ihn gibt – sich den Blicken der Menschen entzieht und keine ihm vorbehaltenen Geheimnisse über sich, sein Schaffen und Wirken sowie seine mit der Schöpfung verbundenen Absichten preisgibt, mache ich mir keine weiteren Gedanken darüber, ob ein solches Wesen real existiert und was wohl seine Erwartungen an die Menschen sind. Mir reicht die Einsicht, dass Menschen über bestimmte Eigenschaften wie Verstand, Vernunft, Vorstellungskraft, Emotionen, Neugier, Mitgefühl und vieles mehr – verfügen, die sie auf natürliche Weise während der Entwicklung von Frühformen von lebenden Organismen bis zum Heranreifen zum Homo Sapiens erworben haben.
6. Meine Kritik richtet sich auch gegen den Anspruch der KK, ihre Morallehre als verbindlichen Maßstab vorzugeben.
Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass die Bibel Geschichten enthält, die nach heutigen Maßstäben moralisch zu verurteilen sind. Außerdem hat die kriminalitätsbelastete Geschichte der KK gezeigt, dass der christliche Glaube nicht zu mehr Frieden in der Welt und auch nicht zu mehr Toleranz unter den Menschen geführt hat.
Ferner mache ich darauf aufmerksam, dass sich die Menschen seit geraumer Zeit in großen Teilen der Welt auf einen neuen Wertekanon verständigt haben mit Begriffen wie Achtung der Menschenwürde, die Anerkennung von Menschen- und Grundrechten, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, das Recht auf Selbstbestimmung, das Recht auf Religionsfreiheit, die Gleichberechtigung der Geschlechter, das Recht auf Gleichbehandlung, die Ächtung von Krieg und vieles mehr, alles ethische Leitvorstellungen, die in der christlichen Lehre nicht nur keine Entsprechung haben, sondern überwiegend gegen den erbitterten Widerstand der KK erkämpft werden mussten.
Auch zur Kritik an der Morallehre der KK finden sich in meinem Buch etliche kritische Anmerkungen.
7. Die für mich entscheidende Frage heute ist, wie es der Menschheit gelingen kann, aus eigener Kraft heraus unter Überwindung all‘ der in der Welt bestehenden Feindschaften unter den Völkern eine friedvolle Zukunft im Einklang mit unserer Natur zu gestalten. Beten hilft da nicht weiter.
Zitat:
„Heutzutage ist jedem bewusst, dass die traditionelle christliche Lehre über Jesus Christus mit Schwierigkeiten verbunden ist und dass viele Aussagen der Evangelien im Licht moderner Geschichts- und Naturauffassungen unglaubwürdig erscheinen.“ (1910)
Albert Schweitzer, evangelischer Theologe und Philosoph, Pazifist, Träger des Friedensnobelpreises 1952
Mein Buch
Mein Buch unterscheidet sich in Stil und Inhalt in vielerlei Hinsicht deutlich von anderen religionskritischen Abhandlungen.
Ich erzähle keine unterhaltsamen Geschichten und will auch weder streiten noch anklagen. Mein Anliegen ist es schlicht und einfach, über die problematischen Aspekte der Glaubenslehre der KK sachlich aufzuklären.
Im Zentrum meiner Kritk an der KK steht die Unvereinbarkeit von bestimmten Glaubensaussagen mit Verstand, Vernunft und Logik sowie die Unverträglichkeit von etlichen religiösen Botschaften (zu Geschehnissen in der Welt) mit der Wirklichkeit. Religionen haben kein Erkenntnisprivileg: Für mich gilt, dass Aussagen, die auf naturwissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen beruhen, von der KK nicht einfach ignoriert werden können.
Mir ist wichtig, möglichst für jedermann hinreichend verständlich zu sein, mich bei meinen Ausführungen – unter weitgehendem Verzicht auf eine Auseinandersetzung mit wenig überzeugenden oder längst überholten (mit der Wirklichkeit von heute nicht vereinbaren) philosophischen Theorien – kurz zu fassen, dabei überzeugend zu argumentieren und vor allem eine klare Meinung zu vertreten – wenn in der Sache geboten auch mit unverblümter Deutlichkeit.
Da ich unterschiedliche thematische Schwerpunkte setze, sind an der ein und anderen Stelle thematische Überschneidungen unvermeidlich.
Ich wünsche mir, dass mein Buch bei möglichst vielen Lesern auf Interesse stösst und breiten Zuspruch findet.

Die durch Beobachtung und Experiment gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse über natürliche Phänomene in der Welt, zu denen die bedeutensten Forscher in den letzten Jahrhunderten gelangt sind, verdienen es, von allen Menschen anerkannt und beachtet zu werden.
Gläubige, die dieser Aussage zustimmen, werden sich ernsthaft fragen müssen, ob nicht einige christliche Kernbotschaften, die mit dem heute als sicher geltenden vertieften Wissen über die Gesetze der Natur unvereinbar sind, als naive Phantasiegeschichten aus der Frühphase der Menschheitsgeschichte anzusehen sind.

Das Buch, das zu einer kritischen Auseinandersetzung herausfordert >

Die „Heilige Schrift“ ist eine aus antiken Quellen zusammengestellte Sammlung ausgewählter religiöser Texte, verfasst von einer Vielzahl von (meist historisch nicht identifizieren) Autoren, die häufig nicht Zeitzeugen der von ihnen geschilderten, oft Jahrzehnte und länger zurückliegenden und nur von Mund zu Mund überlieferten (vielfach historisch nicht verifizierbaren) Ereignisse waren.


























