11. Auf den Punkt gebracht – Zusammenfassung meiner zentralen Kritikpunkte

Hallo verehrte Leserin, verehrter Leser!

Hier noch eine ungeschminkte Kurzfassung meiner Kritikpunkte an der Katholischen Kirche:

1.   Die KK ist eine in antiker Zeit entstandene männerdominierte, weltweit verbreitete religiöse Einrichtung mit autokratischen Strukturen. Sie trotzt beharrlich allen Bestrebungen zu substantiellen Veränderungen in ihrer Lehre und ihrer inneren Organisation.

Sie ist aufgrund ihrer Dogmatik nicht lernfähig und damit unfähig, ihre Lehre mit den Erkenntnissen über die Entstehung der Welt und die evolutionäre Entwicklung des Menschen in Einklang zu bringen (indem sie am Schöpfungsbericht der Bibel festhält), mit anderen Worten: sie ist nicht reformfähig!

2.   Die KK verkündet archaisches irrationales Gedankengut und eine fortschrittsfeindliche Weltanschauung.

Ihre Glaubensquellen beruhen zum Großteil auf Phantastereien von naiv gläubigen Menschen (die vor 2000 Jahren gelebt haben!) und aus Dogmen, die aus profan geführten Glaubenskämpfen entstanden sind. Sie nimmt mit ihrer Fixierung auf ein Leben nach dem Tod den Menschen die Lust am wahren irdischen Leben.

Forsa-Umfrage von Dezember 2024, veröffentlicht in ‚fowid‘

3.   Die KK pflegt einen höchst fragwürdigen Kult um sich selbst, indem sie von sich in der ihr eigenen (Un-) Bescheidenheit behauptet, in der Nachfolge Christi zu stehen, das „Wort Gottes“ (und damit den einzig wahren Glauben) zu verkünden und mit göttlichen Vollmachten ausgestattet zu sein. Sie scheut auch nicht davor zurück, den Menschen im Namen Gottes Gebote und Verbote zu erteilen und gibt unter Berufung auf alte Bibeltexte vor, dazu ausdrücklich von Gott ermächtigt zu sein.  Ja, sie erklärt sogar den Papst für unfehlbar, wenn er über eine Glaubensfrage endgültig entscheidet.

All‘ diese Behauptungen halten, wie ich in meinem Buch aufzeige, einer kritischen Prüfung nicht stand. Der KK fehlt jede (rational nachvollziebare) Legitimation dafür, die Menschen zu lehren, wie sie zu leben haben.

4.   Die KK gaukelt den Menschen vor, es bestehe die Hoffnung auf Erlösung und Wiederauferstehung, wenn sie der christlichen Lehre folgen, obwohl unabweisbar Fakt ist, dass nach gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der menschliche Körper mit dem Tod in Milliarden von Molekülen und Atomen zerfällt und nichts von dem übrig bleibt, was menschliches Leben ausmacht.

5. Die KK hat die historische Person Jesus zum Mythos „Gottes Sohn“ erhoben, den Gott auserwählt und geopfert hat, um die Menschheit zu erlösen. Diese frei phantasierte Geschichte ohne jeden Realitätsbezug ist aus rationaler Sicht schlicht nicht ernst zu nehmen.

6.    Die KK trifft Aussagen zu Geschehnissen in der Welt (die Geburt Jesu durch die „Jungfrau“ Maria, Jesu Wundertaten, seine leibliche Wiederauferstehung von den Toten) die längst durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse als mit den Realitäten des Lebens nicht vereinbar widerlegt sind.

Als wahr kann nach heutigem Verständnis nur gelten, dass sämtliche Geschehnisse in der Welt den Naturgesetzen unterliegen und eine natürliche Ursache haben, auch wenn nicht alle Geheimnisse der Natur bereits entdeckt und sämtliche Ursachenzusammenhänge erforscht sind!

7.    Die KK stellt mit unverhohlenem Hochmut ihren Glauben über den Verstand und hält an Glaubensinhalten fest (die Unsterblichkeit der Seele, die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu beim „Heiligen Abendmahl“, die Existenz von Himmel und Hölle), die auf vorwissenschaftlichem mystischem Gedankengut basieren und mit dem heutigen Weltverständnis unüberbrückbar kollidieren.

Die KK täuscht vor, sich in Dingen auszukennen, die nur in der Phantasie von Gläubigen existieren. Ihr ist vorzuhalten, dass sie mit ihren anfechtbaren Lehraussagen, die sie als Glaubenswahrheiten verkündet, die Leichtgläubigkeit der Menschen und deren Wunschdenken für Ihre Zwecke ausnutzt.

8.  Die KK lehrt, ein Leben in Demut vor Gott zu führen – der Verstand ruft dazu auf: Führe ein selbstbestimmtes Leben (unter Wahrung der Rechte deiner Mitmenschen)!

Die Kirche fördert mit ihrer vorgelebten, Gott bedingungslos ergebenen Demutshaltung unter den Gläubigen eine alle Zweifel und Vernunftgründe ausschließende Mentalität von einem existenziellen Unterworfensein unter ein allmächtiges heiliges Wesen, das über die Menschen wacht und über sie bestimmt. Die Kirche weckt auf diese Weise insbes. bei Kindern eine große Ehrfurcht vor Gott, seiner Allmacht und den „heiligen Texten“, zugleich begründet sie auch eine gewisse Autoritätsgläubigkeit gegenüber den Verkündern dieser Glaubenslehre, den Geistlichen, die von sich (zu Unrecht!) behaupten, von Gott als weltliche Vermittler der christlichen Lehre eingesetzt zu sein. Die Kirche schafft sich so ein Heer von folgsamen Anhängern, die nicht oder kaum mehr imstande sind, die teilweise skurrilen religiösen Botschaften kritisch zu hinterfragen.

Die Vorstellung, man könne seinem irdischen Leben frei von jeder Bindung an fragwürdige religiöse Vorschriften in eigener Selbstbestimmung (und sozialer Verantwortung) einen den menschlichen Grundbedürfnissen und individuellen Neigungen entsprechenden Sinn geben und damit ein erfülltes Leben führen, bleibt ihnen häufig ein Leben lang fremd.

9.  Die KK hat im Rahmen ihrer unsäglichen, über viele Jahrhunderte verlaufenden Kriminalitätsgeschichte unermessliches Leid über die Menschheit gebracht und damit ihre Lehre von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes auf schändliche Weise diskreditiert und als bloßes Lippenbekenntnis entlarvt. Ihre Glaubwürdigkeit ist damit dauerhaft beschädigt. Ihr haftet unauslöschlich der Ruf der Doppelzüngigkeit und Scheinheiligkeit an.

10.   Die Katholische Kirche hat, solange sie in ihrer 2000jährigen Geschichte die Macht dazu besaß, keinerlei Kritik an ihrer Einrichtung zugelassen und über alle Publikationen eine strenge Zensur ausgeübt.

Alle Schriftwerke wurden – in der Regel noch vor einer Veröffentlichung – daraufhin überprüft, ob die Inhalte mit der Glaubens- und Sittenlehre der Katholischen Kirche vereinbar sind. Über die Texte, die aus der Sicht der Kirche gegen ihren Codex verstießen, wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Rom ein Register („Index librorum prohibitorum“) geführt, in dem auch Bücher von so bekannten Geistesgrössen wie Honoré de Balzac, René Descartes, Heinrich Heine, Immanuel Kant und Voltaire aufgelistet sind. 

Die Aufnahme in den Index hatte zur Folge, dass diese Werke nicht veröffentlicht werden durften und Gläubigen unter Androhung der Exkommunikation (Ausschluss von bestimmten Kirchenrechten) verboten war, diese Schriften zu lesen. Diese Sanktion hatte im Mittelalter mit der Verhängung der ‚Reichsacht“ auch gravierende weltliche, insbesondere wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen.

Die KK hat mit dieser Zensur bewirkt, dass sich vielfach neue wissenschaftliche Erkenntnisse und fortschrittliche philosophische Lehren nicht verbreiten konnten. Sie hat es auf diese (und andere) Weise zu verantworten, dass durch ihr Verhalten die zivilisatorische Entwicklung der Menschheit in großen Teilen der Welt über lange Zeiträume aufgehalten worden ist. 

11.   Die KK lehrt, nur der christliche Glaube könne den Menschen Trost spenden und ihnen Hoffnung geben, z.B., um mit persönlichem Leid, Trauer, Schicksalsschlägen und der Angst vor dem Tod umgehen zu können. Ihre Medizin besteht bei Licht besehen darin, das Wunschdenken der (Naiv-) Gläubigen zu bedienen und Ihnen einzureden, ganz auf die Güte und Barmherzigkeit Gottes vertrauen zu können, wenn sie als gute Christen den „lieben Gott“ in Gebeten inständig um Hilfe bitten.

Die KK weckt damit falsche Hoffnungen. Gebete können nicht vor Unglück und Leid bewahren, da Gott in das irdische Geschehen nicht eingreift. Davon kann sich jeder leicht überzeugen, wenn er sich bewusst macht, dass gläubige Katholiken im Leben offenkundig nicht weniger Leid erfahren als alle anderen Menschen.

12.   Die KK verurteilt gleichgeschlechtliche Beziehungen. Damit verletzt sie die Menschenwürde der Betroffenen gem. Art.1 Abs.1 S.1 GG.

13.    Die KK verletzt das Gebot zur Gleichbehandlung der Geschlechter gem. Art.3 Abs.3 S.1 GG und lässt für die Besetzung von geistlichen Ämtern wie zu Urzeiten nur Männer zu. 

Die Auffassung der Kirche, sie befolge damit ein religiöses Gebot, da Jesus ausdrücklich Petrus und die ihm nachfolgenden Päpste zu seinen männlichen Nachfolgern berufen habe, ist nach den Ergebnissen der theologisch-kritischen Geschichtsforschung nicht haltbar. 

14. Die KK verkündet – wie vor zweitausend Jahren – Glaubensinhalte, insbes. die Androhung ewiger Höllenqualen für ‚Ungläubige‘, die nicht nur extrem inhuman sind, sondern auch den Frieden unter den Menschen ernsthaft gefährden können.

15.   Die KK stellt mit ihrer Lehre, derzufolge sie grundsätzlich sexuelle Prävention und Abtreibung verbietet, den Schutz religiöser Werte über den Schutz anderer, nach unserer Verfassung mindestens gleichwertiger Rechtsgüter: den Schutz menschlichen Lebens vor ansteckenden tödlichen Krankheiten, das Recht auf freie Selbstbestimmung über den eigenen Körper sowie die Achtung der Autonomie über das eigene Leben. 

Sie macht sich auf diese Weise mitschuldig daran, daß in vielen Ländern der Welt zigtausende von gläubigen Menschen an ihrem leiblichen Wohl Schaden nehmen oder sogar zu Tode kommen (z.B. infolge Aids bzw. „Kurpfuscherei“ bei Abtreibungen). 

16.   In der öffentlichen Diskussion hat bislang wenig Beachtung gefunden, wie überfordert offenkundig viele der katholischen Geistlichen mit der Einhaltung des Zölibats sind. 

Meine Kritik richtet sich dabei vorrangig an die Adresse der kirchlichen Verantwortungsträger, die in ihrer dogmatisch begründeten Engstirnigkeit nicht zur Kenntnis nehmen, dass der Sexualtrieb und der Wunsch der Menschen, eine Familie zu gründen, zur Natur des Menschen gehören und damit wohl nach christlichem Verständnis auch gottgewollt sind. Die KK legt den Geistlichen folglich eine Verpflichtung auf, die letztlich menschenverachtend ist.

       Zu mißbilligen ist allerdings auch das Verhalten von Geistlichen, die das Zölibat nicht befolgen und – wie es wohl eher die Regel als die Ausnahme ist – im Geheimen ihr Leben mit Lebensgefährtinnen (Haushälterinnen) teilen. Das ist unentschuldbar, da sie diesen Frauen ein Leben ohne gesellschaftliche Anerkennung und Aussicht auf ein normales Familienleben zumuten. 

17. Die KK in Deutschland hat durch ihre ranghohen Würdenträger nach längerem Zögern eingestehen müssen, daß in den zurückliegenden Jahren Kinder in einer Vielzahl von Fällen Opfer von Missbrauch durch Geistliche in kirchlichen Einrichtungen geworden sind.

        So skandalös dieser Sachverhalt schon für sich genommen ist, steht noch zusätzlich der Vorwurf gegenüber den kirchlich Verantwortlichen im Raum, den Verdachtsgründen in diesen Fällen nicht (hinreichend) nachgegangen zu sein, keine ausreichenden Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Missbräuche getroffen zu haben und die Opfer der Straftaten in jeder Hinsicht im Stich gelassen zu haben.

       Obwohl allem Anschein nach ein systemisches Versagen der Katholischen Kirche bei der Aufklärung und Behandlung von Verdachtsfällen vorgelegen hat, haben die gutachtlichen Ermittlungen im Auftrag der Kirche nur in wenigen Einzelfällen zur Aufnahme von Ermittlungen, Anklage und ggf. Verurteilung von Missbrauchstätern unter den Geistlichen geführt, insbesondere, weil die Aufklärung dieser Verbrechen viele Jahre lang von der Kirche vertuscht und verschleppt wurde und dadurch entweder die Straftaten verjährt oder die Beschuldigten verstorben waren.

       Der Missbrauchsskandal hat – soweit öffentlich bekannt geworden – nur zwei (von 27) der im Amt befindlichen deutschen Bischöfe, die mit Missbrauchsfällen befasst waren, zu einem öffentlichen Eingeständnis persönlicher Schuld veranlasst und hat auch bei den im Amt befindlichen Bischöfen keine erkennbaren innerkirchlichen Konsequenzen gehabt.

      Der Missbrauchsskandal der Katholischen Kirche, die sich selbst stets gern als einzig wahrer Hüter der Moral aufspielt, ist nach Ansicht vieler Beobachter ein äußerst beschämender, an Selbstgerechtigkeit und Heuchelei kaum zu überbietender Vorgang.

18.   Die KK gibt vor, das Wort Gottes zu verkünden und lässt dabei ihren christlichen Gott Dinge sagen und tun, die von billig und gerecht denkenden Menschen als anstößig und verachtungswürdig angesehen werden, man denke nur an die gnadenlose Vernichtung allen Lebens auf der Erde durch die Herbeiführung einer Sintflut, die erbarmungslose Auslöschung von Menschenleben in der Geschichte von Sodom und Gomorrah, die Androhung ewiger Höllenqualen gegenüber „Gottlosen“, die Versuchung Abrahms, seine Gottestreue zu beweisen, indem er von Gott aufgefordert wird, seinen Sohn ihm zum Opfer zu bringen und vieles mehr.

Mir stellt sich angesichts dieser schaurigen Geschichten die Frage, was wohl der Gott der Christen davon hält, wenn ihm solche Ungeheuerlichkeiten von „seiner“(?) Kirche angedichtet bzw. unterstellt werden. Soweit sich die KK in diesem Zusammenhang darauf beruft, es handele sich bei den biblischen Texten doch um von Gott selbst den Menschen geschenkte Offenbarungen, halte ich dem entgegen, dass sie damit blindgläubig einem Dogma aus der Urzeit des Christentums folgt, das mit dem, was in dieser Welt real geschieht,  nicht vereinbar ist: Wie sollte zwischen einem geistigen Wesen, das nur in der Vorstellung von gläubigen Menschen existiert, und in der realen Welt lebenden Menschen eine Kommunikation im Sinne eines real stattfindenden, auf natürliche Weise erklärbaren Phänomens möglich sein?

Da ich nicht an Spuk und Geister glaube, bleibt es dabei: Eine Kirche, die ihren Gott in ein so schlechtes Licht rückt, kann keinen Anspruch darauf erheben, mit ihrer Lehre ein guter Lehrmeister für die Menschheit zu sein. Denken Sie darüber einmal unvoreingenommen nach!

Die Katholische Kirche gibt sich von dieser Kritik unbeeindruckt und zeigt damit, dass sie ihre Lehre, die nicht von dieser Welt ist, nicht aufgeben wird. Es ist wohl zu erwarten, dass sie in den Regionen der Welt, in denen die Menschen zunehmend eine weltoffene Haltung zum Leben einnehmen, ihren Einfluss mehr und mehr verlieren wird.

19.   Angesichts eines seit etlichen Jahren zunehmenden Unmuts der Gläubigen über die mangelnde Bereitschaft der Kirchenvertreter, überfällige Reformen einzuleiten, hat die KK seit einigen Jahren ein Diskussionsforum geschaffen, um die katholischen Laienvertreter in einzelnen religiösen Angelegenheiten verstärkt zu beteiligen, sogen. Synodaler Weg. 

      Die Einsetzung dieses Forums hat bei vielen Gläubigen in Deutschland große Hoffnungen auf Veränderungen geweckt, Hoffnungen, die von Teilen der deutschen kirchlichen Würdenträger genährt worden sind, obwohl sie genau wissen, dass möglichen Veränderungen enge Grenzen gesetzt sind, auf deren Einhaltung der Papst als kirchliches Oberhaupt im Interesse der Wahrung der weltweiten Einheit der Katholischen Kirche ausdrücklich besteht. Das wird sich auch in Zukunft sicher nicht ändern.

      Die Gläubigen sollten aufwachen und erkennen, dass die Katholische Kirche als weltweit verbreitete Glaubensgemeinschaft kaum reformfähig ist, umso weniger auch, als sie sich in ihrer Glaubens- und Morallehre über einen Zeitraum von fast zwei Jahrtausenden (wie im Haupttext aufgezeigt) viele unlösbare Fesseln – in Form von ‚heiligen‘ Wahrheiten und religiösen Dogmen – angelegt hat. 

 

 

12. Auf den Punkt gebracht – KI-generierte Version (moderate Fassung)

Microsofts KI-Assistent

1. Die Katholische Kirche ist keine bloße Glaubensgemeinschaft, sondern eine in der Antike wurzelnde Machtinstitution mit weltweitem Anspruch. Bis heute verteidigt sie hierarchische, männlich dominierte Entscheidungsstrukturen und hält in zentralen Fragen an Positionen fest, die mit Partizipation, Gleichberechtigung und individueller Selbstbestimmung kaum vereinbar sind.

2. Die Katholische Kirche vertritt in zentralen Glaubensfragen Vorstellungen, die aus säkularer und wissenschaftlich geprägter Sicht vormodern wirken und mit einem aufgeklärten Weltverständnis schwer vereinbar sind.

Ihre Glaubensquellen beruhen wesentlich auf religiösen Überlieferungen aus einer vormodernen Welt und auf Dogmen, die häufig aus innerkirchlichen Auseinandersetzungen hervorgegangen sind. Gerade deshalb bedarf ihr Anspruch, verbindliche Maßstäbe für das Leben aller Menschen zu setzen, einer kritischen Begründung. Problematisch erscheint insbesondere, wenn die Ausrichtung auf ein jenseitiges Heil den Wert eines selbstbestimmten irdischen Lebens relativiert.

3. Die Katholische Kirche erhebt für sich einen außerordentlich weitreichenden Wahrheits- und Autoritätsanspruch: Sie versteht sich als Nachfolgerin Christi, verkündet das „Wort Gottes“‚ und beansprucht in bestimmten Lehrentscheidungen sogar Unfehlbarkeit des Papstes. Gerade ein solcher Anspruch muss sich rationaler, historischer und moralischer Kritik stellen.

4. Die Kirche stellt den Gläubigen ein ewiges Leben in Aussicht, obwohl sich diese Hoffnung naturwissenschaftlich nicht überprüfen lässt und der biologische Befund zunächst nur den Zerfall des menschlichen Körpers nach dem Tod zeigt.

5. Die Kirche lehrt, ein Leben in Demut vor Gott zu führen – der Verstand ruft dazu auf: Führe ein selbstbestimmtes Leben unter Wahrung der Rechte deiner Mitmenschen.

Die Kirche fördert mit ihrer Gott bedingungslos ergebenen Demutshaltung unter Gläubigen eine Mentalität religiöser Unterordnung, die Zweifel und Vernunftgründe zurückdrängen kann. Besonders bei Kindern kann dadurch eine starke Ehrfurcht vor Gott, seiner Allmacht und den „heiligen“ Texten entstehen, zugleich aber auch eine problematische Autoritätsgläubigkeit gegenüber den Geistlichen, die sich als Vermittler der christlichen Lehre verstehen. So entsteht ein Milieu, in dem religiöse Botschaften nicht immer mit der nötigen kritischen Distanz geprüft werden.

Die Vorstellung, dem irdischen Leben frei von fragwürdigen religiösen Vorschriften, in eigener Selbstbestimmung und sozialer Verantwortung einen den menschlichen Grundbedürfnissen und individuellen Neigungen entsprechenden Sinn zu geben, bleibt ihnen häufig ein Leben lang fremd.

6. Die Katholische Kirche setzt sich dem Vorwurf aus, übernatürliche Wundergeschichten als „Glaubenswahrheiten“ zu verkünden, obwohl diese mit einem naturwissenschaftlich geprägten Verständnis der Welt nicht vereinbar sind. Dadurch nutzt sie aus kritischer Sicht menschliche Hoffnungen auf Trost, Sinn und ein Leben nach dem Tod für ihren religiösen Autoritätsanspruch.

7. Die Katholische Kirche ist historisch in zahlreiche Formen von Gewalt, Ausgrenzung, Zensur und Machtmissbrauch verstrickt gewesen. Diese Geschichte steht in schwerem Widerspruch zu ihrem Anspruch, eine Lehre der Liebe, Barmherzigkeit und moralischen Orientierung zu vertreten, und belastet ihre Glaubwürdigkeit bis heute.

8. Die Katholische Kirche hat, solange sie in ihrer zweitausendjährigen Geschichte die Macht dazu besaß, Kritik an ihrer Institution kaum zugelassen und über Publikationen eine strenge Zensur ausgeübt.

Schriftwerke wurden – in der Regel noch vor einer Veröffentlichung – daraufhin überprüft, ob ihre Inhalte mit der Glaubens- und Sittenlehre der Katholischen Kirche vereinbar waren. Über Texte, die aus Sicht der Kirche gegen ihre Lehre verstießen, wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Rom ein Register, der „Index librorum prohibizorum“, geführt, in dem auch Bücher bekannter Geistesgrößen wie Honoré de Balzac, René Descartes, Heinrich Heine, Immanuel Kant und Voltaire aufgeführt waren.

Die Aufnahme in den Index hatte zur Folge, dass diese Werke nicht veröffentlicht werden durften und Gläubigen unter Androhung kirchlicher Sanktionen verboten war, sie zu lesen.

Im Mittelalter konnten kirchliche Sanktionen zudem erhebliche weltliche, insbesondere wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen haben.

Diese Zensur hat freie wissenschaftliche Forschung und die Verbreitung abweichender wissenschaftlicher und philosophischer Erkenntnisse in vielen Regionen erschwert. Damit trug die Kirche dazu bei, dass geistige und gesellschaftliche Entwicklungen über lange Zeiträume gebremst wurden.

9. Die Katholische Kirche lehrt, der christliche Glaube könne Menschen Trost spenden und Hoffnung geben, etwa im Umgang mit Leid, Trauer, Schicksalsschlägen und Todesangst. Kritisch betrachtet besteht die Gefahr, dass diese Hoffnung in Vertröstung umschlägt, wenn Menschen dazu angehalten werden, sich vor allem auf Gottes Güte und Barmherzigkeit zu verlassen.

Die Kirche kann dadurch falsche Hoffnungen wecken. Gebete bieten keinen nachweisbaren Schutz vor Unglück und Leid; gläubige Christen bleiben offenkundig denselben Risiken, Verlusten und Zumutungen des Lebens ausgesetzt wie alle anderen Menschen.

10. Wer gleichgeschlechtliche Lebensformen moralisch abwertet, verletzt den Anspruch gleicher Achtung aller Menschen. Die Katholische Kirche gerät hier nicht nur in Konflikt mit modernen Wertvorstellungen, sondern mit dem Kern der Menschenwürde selbst.

11. Die Katholische Kirche schließt Frauen weiterhin von zentralen geistlichen Ämtern aus und macht damit eine überkommene Geschlechterordnung zur Glaubensfrage. Die Berufung auf eine ausschließlich männliche apostolische Nachfolge wirkt unter historisch-kritischem Blick nicht wie eine zwingende Begründung, sondern wie die religiöse Absicherung institutioneller Ungleichheit.

12. Die Katholische Kirche hält bis heute Glaubensinhalte aufrecht, die aus humanistischer Sicht schwer zu rechtfertigen sind. Besonders die Vorstellung ewiger Höllenstrafen zeigt, wie schnell religiöse Heilsverkündigung in eine Drohkulisse gegenüber Anders- und Nichtgläubigen umschlagen kann.

13. Die Katholische Kirche stellt mit ihrer Lehre zu Empfängnisverhütung und Schwangerschaftsabbruch religiöse Normen über hochrangige Rechtsgüter: den Schutz von Gesundheit und Leben, die körperliche Selbstbestimmung sowie die persönliche Autonomie.

Damit nimmt sie aus kritischer Sicht in Kauf, dass Menschen in vielen Ländern an Gesundheit und Leben gefährdet werden, etwa wenn Präventionsmöglichkeiten gegen sexuell übertragbare Krankheiten abgewertet oder legale, sichere medizinische Eingriffe moralisch diskreditiert werden.

14. In der öffentlichen Diskussion wird bislang zu wenig beachtet, wie stark viele katholische Geistliche durch die Verpflichtung zum Zölibat belastet werden.

Meine Kritik richtet sich vor allem an die kirchlichen Verantwortungsträger, die aus einem dogmatischen Ideal eine lebenslange Pflicht machen. Wer Sexualität, Partnerschaft und den Wunsch nach Familie zu den Grundbedingungen menschlichen Lebens zählt, kann nicht ignorieren, welchen persönlichen und sozialen Preis eine erzwungene zölibatäre Lebensform verlangt.

Kritikwürdig ist zugleich, wenn Geistliche die Zölibatsverpflichtung faktisch nicht einhalten, entsprechende Beziehungen aber verbergen. Dadurch können insbesondere die betroffenen Partnerinnen in eine Lebenssituation geraten, die ihnen gesellschaftliche Anerkennung, Offenheit und verlässliche Perspektiven vorenthält.

15. Die Katholische Kirche in Deutschland musste nach längerem Zögern einräumen, dass Kinder in zahlreichen Fällen Opfer sexuellen Missbrauchs durch Geistliche und kirchliche Mitarbeiter geworden sind.

Schon dieser Sachverhalt ist schwerwiegend; hinzu kommt der Vorwurf, dass kirchliche Verantwortliche Verdachtsmomenten nicht konsequent genug nachgegangen sind und keine ausreichenden Maßnahmen getroffen haben, um weitere Taten zu verhindern.

Vieles spricht für ein systemisches Versagen der Katholischen Kirche bei der Aufklärung und Behandlung von Verdachtsfällen. Kirchliche Gutachten führten nur in vergleichsweise wenigen Einzelfällen zu Ermittlungen, Anklagen oder Verurteilungen, auch weil Aufklärung nach öffentlicher Kritik zu lange verschleppt wurde und dadurch Straftaten verjährten oder Beschuldigte verstarben.

Soweit öffentlich bekannt, hat der Missbrauchsskandal nur wenige deutsche Bischöfe, die mit Missbrauchsfällen befasst waren, zu einem öffentlichen Eingeständnis persönlicher Schuld veranlasst; auch bei amtierenden Bischöfen sind nur begrenzte innerkirchliche personelle Konsequenzen erkennbar geworden.

Der Missbrauchsskandal trifft die Katholische Kirche ins Zentrum ihres moralischen Selbstverständnisses. Eine Institution, die anderen Gewissenserforschung, Schuld und Umkehr predigt, hat über lange Zeit den Schutz der Betroffenen und die konsequente Aufklärung nicht mit der gebotenen Entschlossenheit betrieben.

16. Angesichts des seit Jahren wachsenden Unmuts vieler Gläubiger über ausbleibende Reformen hat die Katholische Kirche in Deutschland mit dem Synodalen Weg ein Diskussionsforum geschaffen, das Laien stärker beteiligen soll.

Dieses Forum hat bei vielen Gläubigen große Hoffnungen geweckt. Doch mögliche Veränderungen stoßen dort an enge Grenzen, wo Rom im Interesse der weltweiten Einheit der Kirche an zentralen Lehr- und Machtstrukturen festhält.

Die Gläubigen sollten sich daher nicht mit Reformrhetorik zufriedengeben, sondern nüchtern fragen, ob die Katholische Kirche in ihren zentralen Lehr- und Machtstrukturen überhaupt reformfähig ist. Wo Wahrheiten für unantastbar erklärt und Dogmen gegen Kritik abgeschirmt werden, wird Veränderung zur bloßen Geste.

 

13. Cristliche Mythen – Inspirationsquelle für große Künstler

  • „Mythen sind überlieferte Erzählungen, die oft aus sehr alten Zeiten stammen und von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Sie handeln meist von Göttern, Helden, Naturkräften oder der Entstehung der Welt und versuchen, Dinge zu erklären, die sich Menschen früher nicht wissenschaftlich erklären konnten…In Mythen spielt Übernatürliches eine zentrale Rolle! Zitat ChatGP

Christliche Mythen sind Überbleibsel antiker religiöser Glaubensinhalte, die mit dem naturwissenschaftlich geprägten Weltbild von heute nicht vereinbar sind


Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Die Erschaffung von Sonne und Mond

Die biblische Schöpfungsgeschichte ist in wesentlichen Teilen mit dem, was wir heute sicher über die Entstehungsgeschichte der Welt wissen, nicht vereinbar. Daraus folgt: Wenn Gott die Welt erschaffen hat, dann hat er bei dieser biblischen Botschaft sicher nicht die Feder geführt, der Schöpfungsbericht ist also nur ein uralter, von naiv-gläubigen Menschen erdachter Mythos.


Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Gott erschafft Adam

Falsch: Der Mensch hat sich nach dem Stand der im Rahmen der Evolutionstheorie gewonnenen Erkenntnisse aus Frühformen von Lebewesen über einen Zeitraum von Millionen von Jahren im Überlebenskampf mit der Natur zum ‚Homo Sapiens‘ entwickelt.


Michelangelo, Ignudi, Sixtinische Kapelle, Gott erschafft Eva aus der Rippe von Adam

Diese religiöse Botschaft ist schlicht „dummes Zeug“.


Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies

Ein von Gott (aus „Lehm“ bzw. dem Nichts) geschaffenes menschliches Urpaar (mit den Eigenschaften eines heutigen Menschen) hat es nicht gegeben. Menschen sind das Produkt einer evolutionären Entwicklung aus Frühformen von Lebewesen. Der Garten Eden ist ein naives religiöses Phantasieprodukt.


Leonardo da Vinci, Die Verkündigung der Geburt Jesu

Engel sind religiöse Phantasiegestalten; eine „Frohe Botschaft“ kann daher real nicht durch einen Engel überbracht worden sein. Im Übrigen wurde Maria auf natürliche Weise schwanger.


Raffael, Sixtinische Madonna (Verehrung der „heiligen Jungfrau“ Maria)

Maria war bei der Geburt Jesu keine Jungfrau. Sie hat Jesus auf natürliche Weise empfangen und zur Welt gebracht. Sie war auch Mutter weiterer im Neuen Testament erwähnter Kinder. Wer der natürliche Vater von Jesus war, ist unbekannt.


Rembrandt, Die Auferweckung des Lazarus

Es gibt keine übernatürlichen Kräfte, die einen Toten wiederbeleben können.


Rembrandt, Der ungläubige Thomas (beim Anblick des „wiederauferstandenen“ Jesus)

Die“Wiederauferstehung“ Jesu von den Toten ist aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht wahr.


Titian, „Himmelfahrt“ der „Jungfrau“ Maria

Bei diesem Dogma der Katholischen Kirche handelt es sich um eine obskure religiöse Phantasterei; ein solches Geschehen wird nicht einmal im Neuen Testament erwähnt.


Michelangelo, „Piéta“ (Das Bild stellt gemäß christlicher Lehre Maria mit dem vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus dar)

Diese Skulptur ist ohne Zweifel das Meisterwerk eines genialen Künstlers. Allerdings verdankt der Künstler seine Inspiration einem religiösen Mythos, da Jesus nicht als Gottes Sohn, sondern als >Mensch von dieser Welt< geboren und gestorben ist, und die trauernde Maria daher auch nicht – wie die KK den Gläubigen einredet – die „Mutter Gottes“ ist. Oder können Sie mir erklären, auf welche real nachvollziehbare Weise ein Mensch in dieser Welt zu einem außerirdischen Wesen werden kann und woran man das erkennen kann?