5. Religionskritische Zitate namhafter Persönlichkeiten

        „Gerade die paradoxesten Glaubenssätze, welche jeder Erfahrung und vernünftiger Überlegung spotten, sind die willkommensten; denn sie scheinen die Gewähr zu bieten, daß hier nicht nur Menschliches und daher Unzuverlässiges dargereicht wird, sondern göttliche Weisheit.“

Adolf v. Harnack, dt. Theologe 

 

        „Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren.“

         „Das ethische Verhalten eines Menschen sollte sich auf Sympathie, Bildung und soziale Bindungen stützen; eine religiöse Grundlage ist nicht erforderlich.“

Albert Einstein, deutsch-amerik. Physiker

 

„Die Sklaverei ist ein Gottesgeschenk.“ (wie bitte?)

Ambrosius, Kirchenvater und kath. „Heiliger“  

 

 „Unsere abendländische Kultur, auf Altertum und Renaissance beruhend, ist im härtesten Kampf gegen die ausgesprochen kulturhemmenden Kräfte des Christentums entstanden.“

Arno Schmidt, dt. Schriftsteller 

 

       „Es gibt keine Absurdität, die so handgreiflich wäre, dass man sie nicht allen Menschen in den Kopf setzen könnte, wenn man nur schon vor ihrem sechsten Jahr anfinge, sie ihnen einzuprägen, indem man unablässig und mit feierlichem Ernst sie ihnen vorsagte.“

       „Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahre keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein.“

Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

 

       „Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit.“

Baruch Spinoza, niederländischer Philosoph 

 

       „Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbild geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnunng, dass die Frauen den Männern dienen.“ (wie bitte?)

Augustinus, Kirchenlehrer und kath. Heiliger 

 

        „Der Weg, mit dem Glauben zu sehen, besteht darin, das Auge des Verstandes zu schließen.“

Benjamin Franklin, ehem. amerik. Präsident 

 

        „Religion ist etwas, das aus den Kinderschuhen unserer Intelligenz übrig geblieben ist. Es wird verblassen, wenn wir Vernunft und Wissenschaft als unsere Richtlinien annehmen.“

        „Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.“

       „Je intensiver die Religion einer Epoche und je tiefer der dogmatische Glaube war, desto größer war die Grausamkeit und desto schlimmer war der Zustand.“

        „Soweit ich mich erinnern kann, gibt es in den Evangelien kein einziges Wort zum Lob der Intelligenz.“

        „Die Wissenschaft zielt nicht darauf ab, unumstößliche Wahrheiten und ewige Dogmen aufzustellen; ihr Ziel ist es, sich der Wahrheit durch sukzessive Annäherung zu nähern, ohne den Anspruch zu erheben, dass auf irgendeiner Stufe endgültige und vollständige Genauigkeit erreicht wurde.“

„Es scheint kaum eine Grenze dafür zu geben, was getan werden könnte, um eine gute Welt zu schaffen, wenn nur die Menschen die Wissenschaft klug nutzen.“

Bertrand Russell, franz. Philosoph 

 

       „Die Menschen kommen fast immer zu ihren Überzeugungen, nicht auf der Grundlage von Beweisen, sondern auf der Grundlage dessen, was sie attraktiv finden.“

Blaise Pascal, franz. Philosoph  

 

       „Glaube nichts, egal wo du es gelesen hast oder wer es gesagt hat, nicht einmal, wenn ich es gesagt habe, es sei denn, es stimmt mit deiner eigenen Vernunft überein und deinem eigenen gesunden Menschenverstand!“

Buddha, indischer Religionsstifter

 

       „Außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnliche Beweise.“

Carl Sagan, amerik. Schriftsteller

 

       „Das Mysterium des Anfangs aller Dinge ist für uns unlösbar, und ich für meinen Teil muss mich damit begnügen, ein Agnostiker zu bleiben.“

       „Es ist bemerkenswert, dass eine Überzeugung, die in den ersten Lebensjahren ständig eingeimpft wird, während das Gehirn noch beeinflussbar ist, fast den Charakter eines Instinkts zu erlangen scheint; und das Wesen eines Instinkts besteht darin, dass man ihm unabhängig von der Vernunft folgt.“

       „Heutzutage wird als häufigstes Argument für die Existenz eines intelligenten Gottes die tiefe innere Überzeugung und das innere Erlebnis der meisten Menschen angeführt. Aber es kann nicht bezweifelt werden, daß Hindus, Mohammedaner und andere in derselben Weise und mit der gleichen Hartnäckigkeit für die Existenz eines Gottes oder von vielen Göttern oder, wie bei den Buddhisten, für gar keinen Gott eintreten können.“

Charles Darwin, engl. Naturforscher

 

       „Gott hat den Menschen nicht nach seinem Vorbild geschaffen. Ganz offensichtlich war es genau umgekehrt.“

      „Wenn die religiöse Unterweisung erst in einem Alter zugelassen wäre, in dem Kinder selbstständig denken können, lebten wir in einer völlig anderen Welt.“

       „Alle Versuche, den Glauben mit Wissenschaft und Vernunft zu versöhnen, sind […] der Lächerlichkeit preisgegeben und zum Scheitern verurteilt.“

„Was ohne Beweise behauptet werden kann, kann auch ohne Beweise verworfen werden.“

Christopher Hitchens, amerik. Autor

 

       „Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotential in sich. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen. In den Schulen ist Ethikunterricht wichtiger als Religionsunterricht. Warum? Weil zum Überleben der Menschheit das Bewusstsein des Gemeinsamen wichtiger ist als das ständige Hervorheben des Trennenden.“

Dalai-Lama, buddhistischer Mönch

 

       „Wenn Religion nicht die größte Bedrohung für Rationalität und wissenschaftlichen Fortschritt ist, was ist es dann?“

       „Man kann nicht mit all dem Guten werben, das die eigene Religion bewirkt, ohne vorher gewissenhaft all den Schaden abzuziehen, den sie anrichtet, und ernsthaft die Frage zu prüfen, ob eine andere Religion oder gar keine Religion besser ist.“

       „Es gibt keine höfliche Art, jemandem zu sagen, dass er sein Leben einer Torheit gewidmet hat.“

Daniel Dennett, amerik. Philosoph 

 

       „Keine theologische Ungereimtheit ist so auffallend, dass sie nicht zuzeiten von den verständigsten und gebildetsten Menschen angenommen worden wäre.“

       „Ein kluger Mensch passt seinen Glauben an die Beweise an.“

David Hume, engl. Philosoph

 

       „Auf der Erde gibt es ebenso viele Offenbarungen wie Religionen. Überall haben die Menschen versucht, ihre Einbildungen durch die Autorität des Himmels zu stützen. Jede Offenbarung behauptet, sie beruhe auf unwiderlegbaren Beweisen. Jede erklärt, sie habe die höchste Gewissheit für sich. Ich prüfe sie und sehe, wie eine der anderen widerspricht und wie alle der Vernunft widersprechen.“

„Skepsis ist der erste Schritt zur Wahrheit.“

Denis Diderot, franz. Philosoph u. Aufklärer

 

      „Echte, wahre Dummheit besteht in der erschreckenden Selbstgefälligkeit, die dem Zweifel keinen Raum lässt.“

Prof. Drozda-Senkowska, Soz.-Psych., in „Die Psychologie der Dummheit“, Riva-Verlag, 2. Aufl. 2020

 

       „Wenn die Götter die Gebete der Menschen erhören würden, würde die ganze Menschheit schnell untergehen, da sie ständig dafür beten, dass den anderen viel Übel widerfährt.“

Epikur, griech. Philosoph 

 

       „Der Glaube an die Unsterblichkeit der menschlichen Seele ist ein Dogma, welches mit den sichersten Erfahrungssätzen der modernen Naturwissenschaft in unlösbarem Widerspruch steht.“

Ernst Haeckel, dt. Naturforscher u. Philosoph 

 

       „Geht man allen Religionen auf den Grund, so beruhen sie auf einem mehr oder minder widersinnigen System von Fabeln. Es ist unmöglich, dass ein Mensch von gesundem Verstand, der diese Dinge kritisch untersucht, nicht ihre Verkehrtheit erkennt.“

       „Die Macht der Geistlichkeit gründet sich auf die Meinung und Leichtgläubigkeit der Völker.  Man kläre die letzteren auf, und der Zauber hat ein Ende.“

Friedrich II., preußischer König 

 

       „Man muss seinem Dasein einen Wert geben, indem man sich so verhält, als wäre das eigene Dasein ein Kunstwerk.“

       „Ein gewiss sehr hoher Kulturgrad ist erreicht, wenn der Mensch sich über Aberglauben und religiöse Vorstellungen und Ängste erhebt und zum Beispiel nicht mehr an Schutzengel oder an die Erbsünde glaubt und auch aufgehört hat, von seinem Seelenheil zu reden.“

Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph  

 

       „Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.“

Galileo Galilei, ital. Naturwissenschaftler

 

„Lüge bleibt Lüge, auch wenn sie in der Bibel steht.“

Gerd Lüdemann, dt. ev. Theologe 

 

„Dass sich bestimmte… Personengruppen durch das Aufstellen „heiliger“ (d.h. unantastbarer) Spielregeln jeglichem kritischen Zugriff entziehen und dadurch eigene Denkfehler als verbindlich in die Zukunft fortschreiben, kann und darf in einer modernen Gesellschaft keine akzeptable Praxis mehr sein.“

„Der rationalen Argumenten unzugängliche unerschütterliche Glaube, den manche Religionen prämieren, ist keine Tugend, sondern ein Laster.

„Theologie ist der professionalisierte und institualisierte Mißbrauch der Vernunft im Dienste des Glaubens.

 Hans Albert, dt. Philosoph  

 

       „Die Kirche lebt davon, daß die Ergebnisse der wissenschaftlichen Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik sind.“

Hans Conzelmann, dt. ev. Theologe

 

       „In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.“

Heinrich Heine, dt. Dichter 

 

       „Wir müssen die Religion des anderen respektieren, aber nur in dem Sinne und in dem Maße, in dem wir seine Theorie respektieren, dass seine Frau schön und seine Kinder klug sind.“

       „Die Kirche ist ein Ort, wo Menschen vom Himmel Wunderdinge erzählen, die niemals dort waren, und dies Menschen gegenüber, die nie dort eintreffen werden.“

Henry Mencken, amerik. Schriftsteller 

 

       „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muts liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

       „All unser Wissen beginnt mit den Sinnen, geht dann weiter zum Verstand und endet mit der Vernunft. Es gibt nichts Höheres als die Vernunft.“

       „Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ – das ist das Motto der Aufklärung.“

       „Vom Übersinnlichen ist, was das spekulative Vermögen der Vernunft betrifft, keine Erkenntnis möglich.“ 

       „Es ist eine bekannte Regel der Weltweisen oder vielmehr der gesunden Vernunft überhaupt, daß man ohne die erheblichste Ursache nichts für ein Wunder oder eine übernatürliche Begebenheit halten sollte.“ 

Immanuel Kant, dt. Philosoph

 

        „Was waren die Früchte des Christentums? Aberglaube, Bigotterie und Verfolgung.“

James Madison, ehem. amerik. Präsident 

 

        „In einem Weltall ohne Ziel und Sinn ist es unsere ureigene Aufgabe, unserem flüchtigen Dasein selbst Ziel und Sinn zu verleihen. Das ist durchaus möglich, wenn wir keine übersteigerten spirituellen Erwartungen hegen, wie sie jahrtausendelang von den Religionen genährt worden sind.“

Joachim Kahl, dt. Philosoph und Soziologe

 

        „Es ist erbärmlich anzusehen, wie die Menschen nach Wundern schnappen, um nur in ihrem Unsinn und Albernheiten beharren zu dürfen und sich gegen die Obermacht des Menschenverstandes und der Vernunft wehren zu können.“

Johann Wolfgang v. Goethe, dt. Dichter 

 

        „Dies könnte die beste aller möglichen Welten sein, wenn es nur keine Religion in ihr gäbe.“

 John Adams, ehem. Präsident der USA

 

       „Menschliches Wissen kann nicht über das hinausreichen, was uns durch Erfahrung zugänglich ist.“

John Locke, engl. Philosoph und Aufklärer  

 

       „Der Reichskanzler lebt ohne Zweifel im Glauben an Gott. Er anerkennt das Christentum als den Baumeister der abendländischen Kultur.“ (wie bitte?)

Kardinal Faulhaber, früh. Erzbischof von München und Freising über Adolf Hitler

        „Kein rationales Argument wird eine rationale Wirkung auf einen Menschen haben, der nicht bereit ist, eine rationale Haltung einzunehmen.“

Karl Popper, österreichisch-englischer Philosoph 

 

       „Niemand vor Stalin und Hitler hat in Europa das menschliche Leben so unentwegt aufs äußerste verachtet und in den Staub getreten, ja, dies noch – Gipfel zynischer Perversion – als „gottgewollt“ verkündet, wie die christliche Kirche.“

       „Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.“

Karlheinz Deschner, dt. Schriftsteller 

 

       „Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ (wie wahr!)

1 Korinther 25:14

 

       „Was überhaupt gesagt werden kann, kann klar gesagt werden und worüber wir nicht reden können, müssen wir schweigen.“  

Ludwig Wittgenstein, österreichischer Philosoph  

 

       „Alle Religionen sind gleichermaßen erhaben für die Unwissenden, nützlich für den Politiker und lächerlich für den Philosophen.“ 

Lukrez, Philosoph der Antike

 

       „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“

Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin

 

       „Die Bibel enthält edle Poesie … und einige gute Moralvorstellungen. Und eine Fülle von Obszönitäten und mehr als tausend Lügen“

       „Es ist einfacher, Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.“

Mark Twain, amerik. Schriftsteller   

       „Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten.“

Mahatma Gandhi, indischer Freiheitskämpfer 

 

       „Wenn es Götter gibt und sie gerecht sind, dann wird es ihnen egal sein, wie fromm du gewesen bist, sondern sie werden dich aufgrund der Tugenden, die du gelebt hast, willkommen heißen.“

Marcus Aurelius, röm. Kaiser und stoischer Philosoph 

 

       „Daß man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien.“ (wie bitte? – Hass- bzw. Hetzrede gegen die Juden)

Martin Luther, dt. Reformator

 

       „Glaubst du noch oder denkst du schon?“

       „Durch die Unbedingtheit des Glaubens werden historisch bedingte Irrtümer sowie unzulängliche Moralvorstellungen für die Zukunft festgeschrieben, also künftige Erkenntnis- und Humanitätsfortschritte zugunsten dogmatischer Borniertheit verhindert.“

       „Wenn Klein-Erna mit Segen des Staates von Vertretern der katholischen Kirche, Klein-Mehmet von Muslimen, Klein-Philipp von Zeugen Jehovas etc. fürs Leben geschult werden, so entsteht darüber keine weltanschauliche Vielfalt, sondern bloß potenzierte Einfalt. Mit der bisher gewählten Strategie, die schulische Vermittlung und Diskussion von Werten und Weltanschauungen ausgerechnet den religiösen Gemeinschaften zu überlassen, hat der Staat den Bock zum Gärtner gemacht.“

Michael Schmidt-Salomon, dt. Philosoph 

 

       „Die Ablehnung wissenschaftlicher Aufklärung ist ein Wesensmerkmal der monotheistischen Religionen. Sie tendieren eindeutig zu geistiger Finsternis, um so ihre Märchen aufrechtzuerhalten.“

       „Die Menschen erschaffen Gott nach ihrem eigenen umgekehrten Bild. Sterblich, endlich, begrenzt, unter all diesen Zwängen leidend, vom Wunsch nach Vollständigkeit heimgesucht, erfinden die Menschen eine Macht, die mit genau den gegenteiligen Eigenschaften ausgestattet ist … Religion wird so zur Ausbeutung der Täuschungsanfälligkeit des Menschen schlechthin.“

Michel Onfray, franz. Philosoph

 

       „Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.“

Baron de Montesquieu, franz. Philosoph

 

       „Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.“ (wie bitte?)

Papst Pius XII (über Adolf Hitler)

 

       „Wie ernst darf man es eigentlich heute noch nehmen, wenn der Originalton eines Dialogs zwischen Gott und Moses wiedergegeben und dem Leser suggeriert wird, die Verfasser all dieser in Wahrheit höchst umstrittenen Texte hätten als Protokollanten daneben gestanden.“

Peter Henkel, dt. Philosoph u. Journalist

 

       „Man sollte sich nur den Gegenständen zuwenden, zu deren klarer und unzweifelhafter Erkenntnis unser Geist zuzureichen scheint.“

René Descartes, französischer Philosoph 

 

       „Entweder kann Gott nichts tun, um die Katastrophen aufzuhalten oder er kümmert sich nicht darum oder er existiert nicht. Gott ist entweder unfähig, böse oder nur Fiktion. Sie können es sich aussuchen.“ 

       „Wir müssen den Weg freilegen in eine Zeit, in der ein Glaube ohne Beweise jedem Schande bereitet.“

Sam Harris, amerik. Autor und Neurowissenschaftler

 

       „Auf Dauer kann nichts der Vernunft und Erfahrung standhalten, und der Widerspruch, den die Religion beiden bietet, ist nur allzu greifbar.“ 

       „Je mehr die Menschen Zugang zu den Früchten des Wissens haben, desto mehr nimmt der religiöse Glaube ab.“

Sigmund Freud, österr. Arzt u. Psychologe

 

„Was ich nicht weiß, das glaube ich auch nicht zu wissen.“   

Sokrates, antiker griech. Philosoph

         

       „Wir sind alle frei zu glauben, was wir wollen, und es ist meine Ansicht, dass die einfachste Erklärung ist: Es gibt keinen Gott. Niemand hat unser Universum erschaffen, und niemand lenkt unser Schicksal. Dies führt mich zu einer tiefen Erkenntnis: Es gibt wahrscheinlich keinen Himmel und auch kein Leben nach dem Tod.“       

 „Ich betrachte das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu funktionieren, wenn seine Komponenten ausfallen. Es gibt keinen Himmel oder ein Leben nach dem Tod für kaputte Computer; das ist ein Märchen für Leute, die Angst vor der Dunkelheit haben.“

Stephen Hawking, engl. Physiker 

 

       „Stellt mit Kühnheit sogar die Existenz Gottes in Frage; denn wenn es ihn gibt, muss er die Huldigung der Vernunft mehr gutheißen als die der Angst mit verbundenen Augen.“

       „Ich habe alle bekannten Aberglauben der Welt untersucht… Sie alle basieren auf Fabeln und Mythologie.  Das Christentum hat die eine Hälfte der Welt zu Dummköpfen und die andere Hälfte zu Heuchlern gemacht.“

Thomas Jefferson, ehemaliger amerik. Präsident

 

        „Was die Ketzer anlangt, so haben sie sich einer Sünde schuldig gemacht, die es rechtfertigt, daß sie nicht nur von der Kirche vermittels des Kirchenbannes ausgeschieden, sondern auch durch die Todesstrafe aus dieser Welt entfernt werden.“ (wie bitte?)

Thomas von Aquin, Kirchenlehrer 

 

       „Wann ist je den Bedrängten durch Beten Hilfe von oben gekommen? Gebetet wurde und wird seit Menschengedenken in den Häusern mit Kranken und Sterbenden, auf den Schlachtfeldern der bis heute stattfindenden Kriege, in Luftschutzkellern mit zu Tode verängstigten Menschen, in den großen Vernichtungslagern der Nationalsozialisten und Kommunisten, unter den Trümmern der durch Erdbeben zerstörten Häuser. Wurden je die Schreie und Gebete in den Folterkellern der Inquisition und aus den brennenden Scheiterhaufen erhört?“

Uwe Lehnert, dt. Bildungsinformatiker


Abbildungen


Freud, Friedrich II, Onfray, von Harnack, Luther, Einstein, von Goethe (von li oben nach re unten)

Schopenhauer, Russell, Popper, Harris, Bakewell, Cox ((von li oben nach re unten)

Veröffentlicht von Jürgen Lipki

Jürgen Lipki, Pensionär Jurist, vormals Leiter einer Jugendstrafanstalt in NRW

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